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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Mirror Might Steal Your Charm«

The Garden

Es gibt Genre-Hopping, und dann gibt es The Garden. Die machen auf »Mirror Might Steal Your Charm« wieder fast alles, und fast alles gut.

Geschrieben am

Die Herausforderung, einen passenden Bandnamen zu wählen, haben die Zwillinge Wyatt und Fletcher Shears schon einmal gemeistert: Auch auf ihrem dritten Album wuchert die Musik von The Garden organisch in (fast) alle erdenklichen Richtungen, ist zugleich wunderschön und Platzangst verursachend wie ein unberührter Urwald. Zwar lassen sich die Arbeiten der zwei Kalifornier nicht nur aufgrund ihrer impulsiv kurzen Aufnahme-Sessions und ihrer Label-Heimat Epitaph noch am ehesten mit der Bezeichnung »Punk« fassen, aber »Mirror Might Steal Your Charm« braucht nur eine Handvoll Songs, um mal wieder schneller zwischen Hardcore und Electro, HipHop und Lo-Fi, Noise-Rock und Nasenflöte hin und her zu springen als eine außer Kontrolle geratene Shuffle-Funktion.

Das Resultat ist im Falle des stetig mutierenden »Shameless Shadow« ein Tanzflächen-Geheimtipp, »Stylish Spit« sollte der neue Lieblingssong all derer sein, die gerne Cowboyhüte mit Baggy-Pants kombinieren, und die erste Single »No Destination« hält sich beinahe genug zurück, um als gefälliger Popsong durchzugehen. Anstrengend wird »Mirror Might Steal Your Charm« erst dann, wenn man sich die kompletten 34 Minuten genialer Weirdness am Stück geben will. Irgendwann haben The Garden nämlich eines jeden Aufnahmegrenze für kreative Ideen überwuchert. Da kann man dann nur eines empfehlen: eine Heckenschere.

The Garden

Mirror Might Steal Your Charm

Release: 30.03.2018

℗ 2018 Epitaph