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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Singing, Dancing, Drinking«

The Fire Harvest

Der Slowcore von The Fire Harvest ist so intensiv, dass er manchmal massiv wie ein Felsbrocken wirkt: Stoisch, düster und dunkel scheinen sich die Holländer aber auch zwischen Postrock und Country nicht unwohl zu fühlen.
Geschrieben am
Solche Musik entsteht nicht von heute auf morgen: die zehn Jahre Bandgeschichte hört man den abgehangenen Nummern von »Singing, Dancing, Drinking« deutlich an. Aus dem einstigen Duo We Vs. Death ist mit The Fire Harvest eine ausgewachsene Band entstanden. Die Holländer mögen es dabei schlicht und spröde. Irgendwo zwischen The Walkmen und Low bewegen sie sich mit ihren matten, schönen Songs. »Sorry For The Mess« ist in diesem Kosmos fast schon eine Uptempo-Nummer. Doch auch hier halten sie nicht lange durch, schon in der Mitte des Stückes nehmen sie die Geschwindigkeit raus, stehen bleibt ein Ton. Insgesamt wird die Platten von düsteren Gitarren und Themen bestimmt. Dunkel und kratzig gibt sich »Simple Solution« zwischen dem großartig minimalistischen »Flowers«, das so unschuldig wie unheilschwanger klingt, und der schwermütigen Single »Working Man«. Diese Songs würden gut in einen Jim-Jarmusch-Film passen. Wie dessen stoische Kameraführungen bleiben sie beharrlich auf einem Fleck und zeigen dennoch immer mehr. Die Realität hat viel Geschwindigkeiten – die von The Fire Harvest ist langsam, aber intensiv.

The Fire Harvest

Singing, Dancing, Drinking

Release: 06.05.2016

℗ 2016 Sinnbus

The Fire Harvest »Singing, Dancing, Drinking« (Sinnbus / Rough Trade / VÖ 06.05.2016)