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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Fall Heads Roll

The Fall

Wie nähert man sich einem Monster? Einer überlebensgroßen Band, einem überlebensgroßen Mark E. Smith? Selbst wenn "Fall Heads Roll" schlecht wäre, es würde doch nichts ändern. Zu viele unglaublich gute Songs, grandiose Alben und gefangen nehmende Momente haben The Fall in fast dreißig Jahren herau
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Wie nähert man sich einem Monster? Einer überlebensgroßen Band, einem überlebensgroßen Mark E. Smith? Selbst wenn "Fall Heads Roll" schlecht wäre, es würde doch nichts ändern. Zu viele unglaublich gute Songs, grandiose Alben und gefangen nehmende Momente haben The Fall in fast dreißig Jahren herausgespuckt. Und keine Zeit für Abgesang: "Fall Heads Roll" spielt im oberen Drittel der Fall-Longplayer. An Meisterwerke wie "Dragnet" oder "Grotesque" sollte man natürlich nicht denken, aber die meisten 80er-Scheiben werden locker an die Wand gedrückt. Bassläufe direkt aus der R'n'R-Hölle, in den Hals gebissene Sub-Refrains und mit der Größe eines Mannes, dem nichts und niemand mehr das Wasser reichen und ans Bein pissen kann, herausgepresste Worte und Sätze, deren Sinn sich meist nur mit Netz und doppelten Böden erschließt. Den Song weiterlaufen lassen, bis er fast am Horizont verschwindet, und dann die Lyrics an der nicht dafür vorgesehenen Stelle herausgrummeln - das wird Mark E. Smiths Vermächtnis für die Ewigkeit bleiben. Vor dieser scheißcoolen Grandezza kann man nur auf die Knie gehen, wenn einem Gitarrenmusik nur einen Fußbreit bedeutet. Schon erwähnt, dass das rockt wie nichts anderes? Hiermit geschehen.