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Fasciinatiion

The Faint

Saddle Creek ist nicht mehr die Labelheimat The Faints, man arbeitet jetzt mit eigener Firma, und außerdem hat die Band musikalisch einen großen Sprung gemacht.
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Der Bandname ist zwar gleich geblieben, auch die Bandmitglieder sind quasi noch dieselben, abgesehen davon haben The Faint für ihr fünftes Album aber so ziemlich alles Denkbare umgekrempelt: Todd Baechle heißt nicht mehr Todd Baechle, sondern Todd Fink, nachdem er Azure Rays Orenda Fink geehelicht hat; Saddle Creek ist nicht mehr die Labelheimat The Faints, man arbeitet jetzt mit eigener Firma, und außerdem hat die Band musikalisch einen großen Sprung gemacht.

Vorbei die Zeit von "Danse Macabre", vorbei die Zeit von umnebeltem New Wave und glamourös-geschmeidiger Tanzbarkeit, stattdessen werden Studien Finks zu den Themen Futuristen und Zukunftsphilosophien kolportiert. Dazu passend ist der Beat der "neuen" The Faint zumeist verquer, man höre exemplarisch nur "Machine In The Ghost".

Zwar offenbart sich manchmal der ansonsten gut versteckte Funk von Prince, grundsätzlich hat sich die Band aus Omaha aber an einer sonderbaren Mischung aus der Ambition Kraftwerks und diversen Glamrock-Einwürfen versucht. Hits sind daraus keine entstanden, überhaupt macht "Fasciinatiion" es dem Hörer schwer, sodass dieser am Ende höchstens den hörbaren Forscherdrang der Musik positiv hervorheben kann. Was genau The Faint bezwecken, wo sie überhaupt hinwollen und ob sie mit ihren Zukunftsszenarien recht behalten, wird frühestens ein nächstes Album und ansonsten halt die Zukunft zeigen. Vielleicht sorgen ja auch schon die anstehenden Konzerte für etwas Aufklärung.