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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Fußball als Halt

The Enemy

The Enemy sind leicht verunsichert. Und zwar nicht, da das Trio zum ersten Mal auf dem Festland ist und mit Live- und Promo-Verpflichtungen überfordert wird.
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The Enemy sind leicht verunsichert. Und zwar nicht, da das Trio zum ersten Mal auf dem Festland ist (es kommt aus Coventry, UK) und mit Live- und Promo-Verpflichtungen überfordert wird, sondern, da der Dritte im Bunde verloren gegangen ist. Nun ja, zeitweilig: Sänger Tom Clarke ist beim Arzt, da seine gesundheitlichen Probleme im Laufe der Tour mit Ash und Muff Potter immer ernster geworden waren - die weitere Teilnahme an dieser großen Chance, sich einen Namen zu machen, scheint in Gefahr.

Die verbliebenen Enemys Andy und Liam versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Mit einem Fußball unterm Arm kommen sie zum Interview und wirken dabei nicht wie jung gebliebene Indiestyler, die sich einen Spaß machen und gegen den Tourbus bollern, sondern wie Kids geradewegs vom Bolzplatz. Überhaupt merkt man, dass ihnen diese neue Biz-Welt noch nicht so richtig geheuer ist. Sie übertünchen das aber nicht durch Rockstar-Gehabe, sondern sind bodenständig freundlich und auskunftsfreudig. Und auch wenn der Bandname anderes vermuten lässt, so hat er keine abgrenzende Bedeutung, eigentlich habe er gar keine, gibt Andy zu verstehen.

Kennengelernt hat man sich dann auch klassisch über Freunde. In Coventry sei das leicht, wenn man sich für Musik interessiere. Dann ging alles sehr schnell: "Ich arbeitete zu der Zeit in einem Büro, und meine Arbeitskollegin hatte einen Sohn, der bei einem Management in London beschäftigt war. Wir schickten ihm eine Mail, er mochte unsere Songs und buchte für uns das Studio, in dem wir das Debütalbum aufnahmen", erzählt Liam. 40 Tage habe man sich gegeben, um die enorm eingängigen Britrock-Stücke einzuspielen. Und auch wenn sie diese abends nicht zum Besten geben konnten, so werden sie euch bestimmt noch öfters begegnen.