×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Olympic Ideas

The Electric Club

VÖ. 20.9. Bei Zeilen wie »How I wish that it was summer«, »All I do is dream« oder »I don’t feel anything and my heart is broken« sollte schnell klar sein: sensibler Jungs-Indie-Pop, charmant, harmonisch, zum Träumen und Mitsummen. Liest sich zwiespältig? Okay, dann eben so: The Electric Club spiel
Geschrieben am
VÖ. 20.9.

Bei Zeilen wie »How I wish that it was summer«, »All I do is dream« oder »I don’t feel anything and my heart is broken« sollte schnell klar sein: sensibler Jungs-Indie-Pop, charmant, harmonisch, zum Träumen und Mitsummen. Liest sich zwiespältig? Okay, dann eben so: The Electric Club spielen auf ›Olympic Ideas‹ nicht weniger als absolut klassischen, melodieversessenen Gitarren-Pop auf der Jagd nach dem perfekten Song und der gigantischen Melodie, bei der die Welt mal eben stillsteht und man an eine Zeit zurückdenkt, als noch nicht monatlich neue The-Hypes mit Retro-Nietenrock-Unfug stressten, als Britpop noch nicht als solcher vermarktet wurde, Indietronics noch nicht erfunden waren, man regelmäßig MTVs ›120Minutes‹ aufnahm, als Junge ein wenig in die DJane verliebt war und irgendwann erfuhr, dass dieser ach so britisch-melodienselige Popsong mit dem schönen Super-8-Clip gar nicht von den Inseln, sondern irgendwo aus Skandinavien stammte. Junge Leute, die über sommerliche Blumenwiesen rennen, das funktioniert immer – egal, ob man verliebt oder vor dem Fernseher versackt ist. Und man freute sich wie verrückt über die wunderschönen Live-Acoustic-Versionen auf Teenage-Fanclub-Maxis. Diese Zeit von The La’s oder Crowded House bringt der Würzburger Club auf seinem zweiten Album zurück: riesige Refrains, größtenteils ruhige Gitarren, leicht scheppernde Drums, spärlich eingesetzte Elektronik und zwölf Songs, von denen mindestens die Hälfte potenzielle Radio-Singles sind. Nennt The Electric Club altmodisch, aber das Mixtape mit ›How I Wish That It Was Summer‹, ›The Boredom-Double‹ und ›The Unfair Song‹ wird euch noch einige Sommer lang begleiten, und mit ›Olympic Ideas‹ im Player hat man schnell einen Schwarm lächelnder Schmetterlinge im Gefolge.