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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Getrennte Symbiose

The Dissociatives.

"Unsere Musik soll befreien, den Geist vom Körper lösen. Sodass beide getrennt voneinander weiterarbeiten und der Geist das Gehörte auf fast metaphysischer Ebene verarbeitet - und natürlich auch gut findet." Diese Aussage stammt keineswegs von postrockenden Philosophiestudenten, sondern von den Diss
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"Unsere Musik soll befreien, den Geist vom Körper lösen. Sodass beide getrennt voneinander weiterarbeiten und der Geist das Gehörte auf fast metaphysischer Ebene verarbeitet - und natürlich auch gut findet." Diese Aussage stammt keineswegs von postrockenden Philosophiestudenten, sondern von den Dissociatives, dem neuen Projekt des ehemaligen Silverchair-Sängers Daniel Johns. An seiner Seite dabei Paul Mac, australischer Landsmann und entgegen Johns nicht mit Gitarren, sondern mit elektronischen Klangwellen sozialisiert. Kennen gelernt haben sich die beiden, als Mac den Silverchair-Song "Freak" remixte. Der Mix überzeugte, und Mac wurde sofort für die elektronische Untermalung der folgenden Silverchair-Alben "Neon Ballroom" und "Diorama" verpflichtet. Erstes Artefakt als Duo war 2000 die EP "I Can't Believe It's Not Rock". Nun steht das Debütalbum "The Dissociatives" an. Kathartische Texte, wie man sie von Silverchair kennt, sucht man bei den Dissociatives vergeblich. Daniel Johns hat zwar immer noch viel mitzuteilen, dennoch gibt es diesmal keine offensichtliche Botschaft, die Musik selbst soll im Vordergrund stehen. Und die ist so ziemlich genau die Schnittmenge aus den Vorlieben der beiden Protagonisten - wobei es weniger Battle der Stile als vielmehr eine Symbiose ist, geprägt vom Interesse und Respekt am Spezialgebiet des anderen. So ist das Verhältnis von Rock und Elektro-Gefrickel ausgeglichen. "An exercise restrained, though!" bilanziert Johns diesen Prozess. Der Mann kann halt mit Worten umgehen. Von daher verwundert es auch nicht, dass es ihn bei den instrumentalen Stücken des Albums ganz gewaltig gekribbelt hat, doch zu singen.

Wir verlosen schnuckelige Mousepads von den Dissos. Einfach eine Mal an verlosung@intro.de schicken.