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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Evil Spirits«

The Damned

Die Gothic-Punk-Urgesteine beschwören auf ihrem neuen Album böse Geister. Was dann jedoch erscheint, ähnelt eher netten Gespenstern, die nostalgische Rocksongs singen und sich wundern, dass niemand Angst vor ihnen hat.

Geschrieben am

»This time could be the last time«, singen The Damned bedeutungsvoll auf dem ersten Song ihres neuen Albums, einem obskuren Mix aus Rock-Opera und Gothic-Punk. Eine Vorliebe für das Bizarre hatte die 1976 gegründete Band schon immer, man denke nur an den Bela-Lugosi-Look von Sänger Dave Vanian oder die Ballett- sowie Krankenschwesterkleidchen, in die sich Bassist Captain Sensible gerne zwängte. Nun wird zwar immer noch viel von Teufeln, Bosheit, Geistern und Täuschung gesungen, die Musik hält mit der verbalen Bissigkeit aber nicht mit.

Zuweilen klingen die Songs eher nach dem kleinen Vampir und Lumpis darin enthaltenem Grufti-Hit »They Can See In The Dark«: sympathisch, aber nicht wirklich angsteinflößend. The Damned sind verflucht, zu Kuschelvampiren zu mutieren, wobei das immer noch besser ist als zu Kuschelrockern. Denn dieses Etikett kann man »Evil Spirits« nicht anheften: Das Album wartet zwar wahrlich nicht mit Innovativem auf, der anachronistische Rock hat aber irgendwie etwas zutiefst Nostalgisches und Liebenswürdiges – eben wie Lumpi.

The Damned

Evil Spirits

Release: 13.04.2018

A Spinefarm Records release; ℗2018 The Damned, under exclusive license to Universal Music Operations Limited