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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Them Codes ...Them Codes

The Broken Beats

Diese vielköpfige (Zahlenangaben variieren) dänische Band ist schon etwas Besonderes. The Broken Beats verbinden in ihren Songs auf gekonnte Weise eine immense Vielfalt an Musikstilen, Intonationen und Erzählweisen. Live sind sie ein furioses Spektakel. Bandgründer und Mastermind Kim Munk, ein hager
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Diese vielköpfige (Zahlenangaben variieren) dänische Band ist schon etwas Besonderes. The Broken Beats verbinden in ihren Songs auf gekonnte Weise eine immense Vielfalt an Musikstilen, Intonationen und Erzählweisen. Live sind sie ein furioses Spektakel. Bandgründer und Mastermind Kim Munk, ein hageres Männlein mit einem sehr geschmackvoll-lottrigen Bühnenkleidungsstyle, ist ein wandlungsfähiger, nerdiger Entertainer und schöpft eben auch auf der Bühne aus dem Vollen. Gerne werden mit ausladenden Gesten Storys im Song erzählt, wird mit den Armen gerudert, prophezeit und leicht wahnsinnig gelacht. Und auch der Rest der Band steht dem, musikalisch wie optisch, nicht weit nach. “Them Codes ... Them Codes”, das zweite Album des Konglomerats, fällt dabei noch vielschichtiger und narrativer aus als sein Vorgänger “The Weather Beats The Rhythm”. Gleichzeitig ist es so dicht und organisch, dass einzelne Hits auf dem ganzen Opus weniger leicht auszumachen sind als auf dem Debüt. Eigenwillig und opulent arrangierte, strukturierte und instrumentierte Songs. Wärme in einer großen Varianz aus Bläsern, Gitarren, Percussions und Chören. Tighte Verschrobenheit und soulfulle Schrulligkeit meet Wahlkampfsong-taugliches Saxofon und Pianoboogie. Als habe Stephen Malkmus sich zusammen mit I Am Kloot, Bear Quartett, Adam Green, Neil Young, Bob Dylan und ein paar belgischen Bands ein Orchester oder eine Bigband rangeschafft. Ohne zu lärmen werden immer wieder neue Baustellen aufgemacht. Dem entspricht gelungen das Album-Cover, auf dem Munk auf einer gepflegten Straße spaziert, deren Pflastersteine, Zäune, Hecken und Häuserwände hinter seinem Schritt surreal angehaucht auseinander fallen. Ein hübsches Bild für eine Musik, in der alles so schön festgehalten auseinander fallen darf. Und zu der variablen Vielzahl der Mitspieler heißt es im Booklet: The Broken Beats (5) + More Broken Beats (6) + Broken Guests (13).