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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Straight From The Heart

The Broken Beats

Ein Sonntagabend in der Hamburger Off-Broadway-Venue Schilleroper. Der ohnehin nicht riesige, dafür umso charmantere Laden will sich nur langsam füllen. Da heißt es insbesondere für den regelmäßiger Erwerbsarbeit nachgehenden Teil des Publikums, sich in Geduld zu üben und nicht schon am Abend jeden
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Ein Sonntagabend in der Hamburger Off-Broadway-Venue Schilleroper. Der ohnehin nicht riesige, dafür umso charmantere Laden will sich nur langsam füllen. Da heißt es insbesondere für den regelmäßiger Erwerbsarbeit nachgehenden Teil des Publikums, sich in Geduld zu üben und nicht schon am Abend jeden einzelnen Drink zu bereuen, der die Wartezeit versüßen soll. Das Warten auf ein Broken-Beats-Konzert lohnt sich allerdings immer. Was manch einer beim Hören ihrer Platten nicht auf Anhieb wahrnimmt, wird spätestens bei der Live-Präsentation deutlich: Sie verbinden Lässigkeit mit unprätentiöser Musikalität und wirken auf sympathische Weise völlig verschroben. Dieser Eindruck bestätigt sich im Interview mit Sänger und Songschreiber Kim Munch. Frage: Sind die Broken Beats eigentlich schon Stars in Dänemark? “Nein. Dänemark ist zu klein für eine Idee wie die unsere.” The Broken Beats starteten 2001 in Aarhus als so etwas wie ein offenes Forum für Leute mit Song-, Theater- oder Filmideen, und schnell wurde ein Album aufgenommen: “A World Is Coming To A Town Near You”, “Rock’n’Roll straight from the heart”, wie Kim Munk es beschreibt. Nach kurzzeitiger Auflösung und direkt anschließendem Neustart folgte das großartige “The Weather Beats The Rhythm”. Das entstand ebenso wie der gerade erscheinende Nachfolger “Them Codes ... Them Codes” (Hazelwood / Universal) im Studio ihres Frankfurter Labels. Warum man gerade dort landete, dafür hat Kim Munk eine nachvollziehbare Erklärung parat: “Ich habe ihnen eine CD geschickt. Eine weitere CD habe ich in die USA zu Geffen Records geschickt, aber die haben sich nie gemeldet. Also nahm ich Hazelwoods Angebot an, nachdem ich mit dem Versuch gescheitert war, das Album selbst herauszubringen.”