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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

No Budget im Pudel-Studio

The Boy Group

Unsere Geschichte beginnt im September 2004 mit einer Party im legendären Golden Pudel Club, auf der unter dem Motto "Grimetime" dem zu dieser Zeit heißesten und gleichzeitig stressigsten Londoner Clubmusikstil gehuldigt werden sollte. Die umtriebigen DJs, Beatbastler und Produzenten Viktor Marek un
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Unsere Geschichte beginnt im September 2004 mit einer Party im legendären Golden Pudel Club, auf der unter dem Motto "Grimetime" dem zu dieser Zeit heißesten und gleichzeitig stressigsten Londoner Clubmusikstil gehuldigt werden sollte. Die umtriebigen DJs, Beatbastler und Produzenten Viktor Marek und Christian Harder brachten an diesem Abend aber noch ein paar eigene Beats aus den heimischen Studios sowie Maurice Summen von den Türen mit, und der Abend entwickelte sich zu einer beinah endlosen Freestyle-Session der drei Herren inklusive waghalsiger Tanzeinlagen, die Maurice (a.k.a. Moritz Love) als "zwar nicht gerade gekonnt, aber doch ansatzweise choreografisch zusammenkommend" beschreibt. Mit dem an diesem Abend geborenen Konzept zog man erfolgreich durch weitere einschlägige Clubs des Landes. Zum erneuten Zusammentreffen in der Homebase wurden sie im Pudel-Veranstaltungsprogramm dann unverhofft als The Boy Group angekündigt. Aus den Freestyle-Sessions etablierten sich von Wortwitz geprägte ille Rap-Styles, Hooks wurden live auf ihre Partytauglichkeit getestet und Grundlagen für Songs auf der Bühne entwickelt, sodass der Entschluss nahe lag, das Ganze einfach mal aufzunehmen. Dabei wurde dann versucht, eine gewisse Struktur in die Stücke zu bekommen, ohne die Spontaneität des Live-Jams verloren gehen zu lassen. Herausgekommen ist das Album "Love Is A Freaquency" mit Stücken wie "Freakalert", "Fake The Rule" und "Nike Monkey", ein buntes Potpourri aus spackigem Wannabe-Prince-Pop, Weirdo-Rap und leicht zerkratztem Hochglanz-R'n'B. Wer hier an die von Kitty-Yo vor einigen Jahren veröffentlichten Gonzales- und Taylor-Savvy-Sachen denkt, liegt allerdings nur sehr bedingt richtig. Die Basis dieses Projektes ist nämlich ein durch und durch ehrgeiziger Produceranspruch, denn schließlich hat man in jahrelanger Arbeit sein Handwerk gelernt: "Trotz aller Spackigkeit ist unser Ansatz schon sehr ernst. Da wird sowohl live wie auch auf Platte extrem daran gefeilt, dass einen das auch kickt", macht Viktor Marek deutlich. "Wir holen das Beste aus dem Budget heraus, das da ist - nämlich No Budget", ergänzt Maurice. Und die Messlatte haben sie sich hoch gelegt: den Neptunes zeigen, was mit Computer, MPC und ein bisschen analogem Equipment so alles machbar ist. Straight outta Hamburg St. Pauli.