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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Ocean By Ocean«

The Boxer Rebellion

Schwelgerisch-perfektionistische Popsongs ohne Attitüde – kann man es diesen Briten wirklich übel nehmen, dass man sie nie erkennt?
Geschrieben am
Mittlerweile ist es das fünfte Album und das 15. Jahr, in dem das Quartett aus London seit seiner Entdeckung durch Creations Alan McGee versucht, sich in Richtung Eigenständigkeit freizuschwimmen. »Ocean By Ocean« ist grundsätzlich gar kein schlechtes Album, keines, dem man Nachlässigkeit, fehlendes Harmonieverständnis oder gar Ambitionslosigkeit unterstellen könnte. Alles sitzt wohlüberlegt an der richtigen Stelle, und Nathan Nicholsons pointiert nachhallende Stimme schwingt sauber in den oberen Tonlagen, so wie es in Großbritannien sonst nur Chris Martin von Coldplay schafft. Aber auf den ersten Vergleichswert folgen schnell weitere: The Editors, die schon etwas betagten Talk Talk, Elbow oder The National aus den Vereinigten Staaten – The Boxer Rebellion verkörpern viele Stilschattierungen, sind die perfekte Schnittmenge des verträumt-schwebenden Gitarren-Pop, aber eben ohne eigenes Gesicht. Und da verschwindet auch diese gut gemeinte Platte in der schieren Beliebigkeit einer Musikindustrie, die mittlerweile einfach jeden Monat viel zu viele Alben von höchst unterschiedlicher Qualität ausspuckt.

The Boxer Rebellion

Ocean by Ocean

Release: 29.04.2016

℗ 2016 Amplify Music

The Boxer Rebellion »Ocean By Ocean« (Absentee / Kobalt / Rough Trade / VÖ 29.04.16)