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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Sunpowder

The Bathers

Chris Thompson - kreativer Kopf des Projektes THE BATHERS - einen Songwriter nennen zu wollen, beschriebe seine Tätigkeit vollkommen unzureichend. Was sich auf dem mittlerweile vierten Album unter diesem Namen dem Hörer bietet, sind Klangwelten unterschiedlichster Couleur, die es zu entdecken gilt.
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Autor: intro.de

Chris Thompson - kreativer Kopf des Projektes THE BATHERS - einen Songwriter nennen zu wollen, beschriebe seine Tätigkeit vollkommen unzureichend. Was sich auf dem mittlerweile vierten Album unter diesem Namen dem Hörer bietet, sind Klangwelten unterschiedlichster Couleur, die es zu entdecken gilt. THE BATHERS - da klingen Elemente an Filmmusik (Stanley Myers), Klassiker (Debussy) oder Klangmalerei (COCTEAU TWINS (Liz Fraser singt im Background)) ebenso durch wie Anleihen bei sperrigen Eigenbrötlern à la TOM WAITS oder VAN MORRISON. Thompsons Musik ist schwierig, wenig zugänglich und zudem düster und lamentös. Das aber macht sie interessanter als vieles, was sonst so unter dem Deckmäntelchen der Intellektualität verbrochen wird. THE BATHERS kreieren Szenarien - lang und komplex -, in die der Hörer investieren muß. Die Stimmungslage pendelt zwischen Tristesse und - jawoll - Kaffeehausromantik (man achte nur mal auf die säuselnden String-Arabesken). Thompsons fülliges, grummelndes Organ (erinnern wir uns: BLOOMSDAY) trägt die Songs (?) auch schon mal gern ins Epische. Was nicht heißen soll, daß Bombast angesagt ist, nein, der Sound ist kristallklar, transparent, z. T. sparsam und unglaublich dreidimensional. Wie angedeutet: Nicht jedermanns Sache, aber wenn schon Kunstklang, dann nur so.