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The Apocalyptic Troubadour

The Apocalyptic Troubadour

"Ehrlich, manchmal ein wenig zu ehrlich", hieß es Mitte der 90er in dieser Zeitschrift über das erste Album einer Band namens Hutpferdemänner. Dieses Nürnberger Trio ist zwar mittlerweile schon seit Jahren Geschichte, doch deshalb verstummen die vielen Melodien und Texte, die einem Songwriter so dur
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"Ehrlich, manchmal ein wenig zu ehrlich", hieß es Mitte der 90er in dieser Zeitschrift über das erste Album einer Band namens Hutpferdemänner. Dieses Nürnberger Trio ist zwar mittlerweile schon seit Jahren Geschichte, doch deshalb verstummen die vielen Melodien und Texte, die einem Songwriter so durch den Kopf schwirren und irgendwie rauswollen, ja noch lange nicht. Uli Tsitsos, ehemaliger Sänger der Hutpferdemänner, hat also solo als The Apocalyptic Troubadour weitergemacht und präsentiert nun auf CD eine erste Sammlung seiner weniger apokalyptischen als vielmehr sanften und melancholischen Lieder.

Anstelle des Herzschmerz-Deutschrocks der Hutpferdemänner gibt es beim Troubadour klassischen Folk in Englisch: viel Klampfe, viel Mundharmonika, ein klein wenig Elektronik und hie und da auch mal etwas California-Feeling oder Gottesfürchtigkeit. Das Beste an diesem stilistischen Wandel ist, dass Tsitsos' Stimme der Folk so gut steht. Denn er ist ein toller Sänger, der seine Vocals hinter dem oft vorgeschalteten nasalen Bob-Dylan-Filter eigentlich gar nicht zu verstecken bräuchte. Aber vielleicht würden seine Lieder ohne dieses bisschen Verstellung einfach viel zu ehrlich wirken.