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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Tornado Alley

Terry Lee Hale

Die Neo-Folk-Umstrukturierung bei den Glitterhäusern läuft anhaltend auf vollen Touren. Beinahe im Halbjahrestakt präsentieren sich die Künstler mittlerweile mit neuen Produkten. Ob der Konsument dabei mit dem nötigen Kleingeld im rezessionsgeschüttelten Europa nachkommen kann, muß dahingestellt ble
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Autor: intro.de

Die Neo-Folk-Umstrukturierung bei den Glitterhäusern läuft anhaltend auf vollen Touren. Beinahe im Halbjahrestakt präsentieren sich die Künstler mittlerweile mit neuen Produkten. Ob der Konsument dabei mit dem nötigen Kleingeld im rezessionsgeschüttelten Europa nachkommen kann, muß dahingestellt bleiben.
Nach seiner ersten Veröffentlichung bei den Beverungern, "Frontier Model", die sich eher dem traditionellen Country des mittleren Westens mit Pedal Steel und Banjo widmete, ist TERRY LEE HALE auf seinem neuen Album wieder mit sehr individuellen Kompositionen am Start. Der stille Liedermacher mit Gitarre steht dem Herrn aus Texas auch um Welten besser als der atmosphärische Country-Rocker mit Pferderücken-Attitüde. Nach seinem Debüt "Oh, What A World" (Normal / Indigo), mit dem HALE schlagartig zu den wichtigsten Leuten des Folk-Revivals in Europa zählte, ist "Tornado Alley" nun eine erneute Besinnung auf klangvolle, melancholische Melodien und seine einzigartige Stimme. Geht hoffentlich nicht in der momentanen Veröffentlichungsflut unter.
Gleiches gilt auch für den zweiten Alleingang der WALKABOUTS-Köpfe CHRIS ECKMAN und CARLA TORGESON. Das fleißigste Songwriterduo aus Seattle hat sich mit vier Releases, solo oder als Band, in den vergangenen zwei Jahren nicht gerade rar gemacht. Hinzu kamen ebenso viele Tourneen in Europa, bei denen jedoch die Zahl der Fans stetig stieg statt abzufallen. Mit "Life Full Of Holes" liefern die beiden ihr komplettestes Album seit "New West Motel" ab. Intern spricht man sogar vom besten WALKABOUTS-Album, das die Band nicht gemacht hat. Mit von der Partie sind u. a. Peter Buck (R.E.M.) und Mitglieder der TINDERSTICKS, die bei den mitunter brillanten Kompositionen zusätzlich Impulse setzen.
Für den Winter 1994/95 kredenzt das Haus Glitter zwei Gitarrenplatten für die ruhigen Momente zuhause. Sensibel, zerbrechlich, wunderschön!