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Tempest

Broken Water

Singt der einzige Boy der Band, Jon Hanna, meint man, Sonic Youth winken zu sehen – seine Stimme klingt wie die eines jungen, sehr schlecht gelaunten Thurston Moore; Ruhe und Entspannung findet man woanders, Broken Water aus der Rio-Grrrl-Hochburg Olympia schicken ihre Hörer lieber mitten rein ins Gewitter.
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Autor: intro.de

Broken Water hört man ihre Heimatstadt an – und in diesem Fall ist das ein großes Kompliment. Im verschlafenen Olympia an der US-amerikanischen Pazifikküste haben die Riot Grrrls ihren Riot gestartet, hat Kurt Cobain »Nevermind« geschrieben und sich damit ins Unglück gestürzt. All das hat im noisigen Pop von Broken Water seine Spuren hinterlassen. Ohne Umschweife geht es im Opener »Drown« gleich zur Sache, energetisch und aggressiv, gebrochen durch eine Frauenstimme, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Aber auch der Rest der Platte lässt nicht nach, im Gegenteil: Noisige Gitarrenwände treffen auf wütenden Punk auf wundervoll poppige Strukturen, und alles macht zusammen Sinn.

Besonders wenn der einzige Boy der Band, Jon Hanna, singt, meint man, Sonic Youth winken zu sehen – seine Stimme klingt wie die eines jungen, sehr schlecht gelaunten Thurston Moore. Ruhe und Entspannung findet man woanders, Broken Water schicken ihre Hörer lieber mitten rein ins Gewitter.

In drei Worten: Laut / Dagegen / Noisepop