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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Teil 3: Dan Mangan

Neue Bands für 2012

Ein Ausblick, was euch im nächsten Jahr an spannenden Künstlern und neuen Alben erwartet. Teil 3: Dan Mangan aus Vancouver.
Geschrieben am

Nachdem er fast ein ganzes Jahrzehnt als Solokünstler unterwegs war, hat Dan Mangan sein Projekt im Vorfeld des neuen Albums »Oh Fortune« als Band angelegt. Wenn er jetzt tourt, dann unterstützt von kanadischen Musikern, die man aus Bands wie der von Feist, The Hidden Cameras, The Crackling oder Fond Of Tigers kennt. Seinen kargen Sound von früher hat er trotzdem beibehalten, er gibt ihm nur an den richtigen Stellen ein gewisses Backing.

Herkunft:
Vancouver
Genre: Indie-Folk
Bandmitglieder: 1-4
Besondere Vorkommnisse: Die Musikkarriere wurde Daniel Mangan in die Wiege gelegt: In seiner Familie stand Hausmusik ganz oben auf der Liste der gemeinsamen Aktivitäten.
Aktuelles Album: »Oh Fortune« (City Slang / Universal)

Was hat 2011 für dich für Erkenntnisse gebracht?
Ich lese nicht mehr so viel wie früher. Es gibt in meinem Leben sehr viel gute Musik. Es ist wichtig, sich zu unterhalten mit anderen Menschen. Und ich verschwende zu viel Zeit mit dem Handy in der Hand.

Was war der geilste Moment für dich als Musiker dieses Jahr?
Wir haben in unserer Heimatstadt Vancouver ein Gratiskonzert zum Stadtgeburtstag gegeben, zu dem mehr als 15.000 Leute kamen. Wir spielten dabei mit einer fünfzehnköpfigen Band, und am Ende des Konzerts kam der Bürgermeister zu uns auf die Bühne. Das war eine unvergessliche Nacht.

Was ist dein persönlicher Masterplan für 2012?
Ich möchte wieder mehr lesen. Noch mehr gute Musik hören. Noch mehr gute Gespräche führen. Und auf jeden Fall weniger Zeit mit dem Telefon in der Hand verbringen. Und dafür lieber mehr unterhaltsame Konzerte geben. Ach so, Musikschreiben wär dann auch nicht schlecht.

Was waren deine drei Lieblingsalben des Jahres?
The Daredevil Christopher Wright »The Nature Of Things« (noch unveröffentlicht). Radiohead »The King Of Limbs«. Bon Iver »Bon Iver«.

Das Songwriting auf »Oh Fortune« ist sehr privat. Entsteht diese Intimität geplant?
Das Album behandelt Themen, die ich seit Jahren mit mir herumtrage. Ich habe sie diesmal sehr ehrlich rausgelassen. Ich bin manchmal selbst überrascht, wie persönlich meine Songs werden. Zumindest denke ich mir dann, dass meine Gefühle ja nichts Besonderes sein können, sondern von den vielen anderen Menschen auf der Welt geteilt werden.

Kannst du eigentlich darüber lachen, wie Kanadier (in Form des Hauptdarstellers Robin) in der Serie »How I Met Your Mother« dargestellt werden?
Wir Kanadier sind gut darin, über uns selbst zu lachen. Das ist der Kern unseres Humors. Du musst wissen: Viele der lustigsten und bekanntesten Comedians, von denen alle immer denken, es seien Amerikaner, sind in Wahrheit Kanadier.