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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Glücksrezepte«

Teesy

Chimperator schickt seinen nächsten Goldjungen ins Rennen: Der gebürtige Berliner Teesy veröffentlicht nach Mixtape, EP und der Chance, 2013 bei Cros Tour im Vorprogramm vor Zehntausenden zu spielen, jetzt sein Debütalbum.
Geschrieben am
»Glücksrezepte« ist R’n’B, der US-Größen wie Drake, Frank Ocean oder D’Angelo zum Vorbild hat und auf Deutsch gemünzt irgendwo zwischen Max Herre, Marteria und Label-Kollege Cro liegt. Zu einer großzügigen Portion Rap- und Gesangstalent gesellt sich ein sehr unprätentiöser Charme: Auf Streetcred-Attitüde oder angestrengt gezwungenen Intellekt verzichtet er. Stattdessen küsst Teesy lieber sein Mädchen hinten im Bus (»SOS«), bedankt sich sogar noch beim Busfahrer (»Danke«), hat vor ein bisschen Herz-Schmerz-Kitsch (»Keine Rosen«) keine Angst und macht sich gemeinsam mit Megaloh über das Gedanken, was um ihn herum in der »Generation Maybe« geschieht.

Der vielleicht stärkste Track ist »Unbetitelt«, eine sicher nicht zufällig gewählte Referenz auf D’Angelos »Untitled«. So viel warmen, weichen und schmerzend sehnsüchtigen Soul bekommt man in Deutschland sonst vielleicht nur noch von Fetsum. Wer bereit ist, Liebe zu geben, wird auch Liebe bekommen. Oder wie war das noch mal? Dann kann Teesy bald darin baden gehen.

In drei Worten: R’n’B / Goldjunge / Liebe
- Teesy »Glücksrezepte« (Chimperator / Groove Attack / VÖ 29.08.14)