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»Chrome Neon Jesus«

Teenage Wrist

Der Bandname täuscht: Dieser leicht sphärische Emo-Rock wäre mit Twenage Arms besser betitelt. 

Geschrieben am

Wer schon mal das Vergnügen hatte, die Zentrale von Epitaph Records am Sunset Boulevard in Los Angeles zu besuchen, konnte vor Ort eine einmalige Kombination aus Geschäftssinn und Bauchgefühl erleben. Labelchef Brett Gurewitz sprang der Heroinsucht zwei Mal vom Zug in den Abgrund, das zweite Mal endgültig. Er feiert es alljährlich als seinen eigentlichen Geburtstag. Das Leben und die Musik umso mehr wertschätzend, nimmt er auf seinem legendären Punk-Label immer wieder Bands unter Vertrag, die ihn begeistern, obschon sie durchaus aus der Zeit gefallen sein können. 

Teenage Wrist etwa hätten zur Jahrtausendwende weitaus mehr Erfolgspotenzial gehabt, spielen sie doch eine leicht ätherische und introvertierte, sich dann aber in den Refrains immer wieder horizontweit aufrichtende und beide Arme weit ausstreckende Mischung aus Emo-Rock, Powerpop und jenem Radio-Sound, der es in Deutschland schwer hat, in der Dämmerung der Hollywood Hills allerdings leicht. Carlos De La Garza, der schon Paramore und Jimmy Eat World in Szene setzte, hat das Ganze so produziert, dass es trotz der offensiven Bratgitarren vor allem wegen des kristallklaren, leicht spacigen Gesangs sogar in den 1980ern eine Chance gehabt hätte. Eine spaßige Mischung mit allerdings wohl eher mittlerer Halbwertszeit.

Teenage Wrist

Chrome Neon Jesus

Release: 09.03.2018

℗ 2018 Epitaph

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