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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Blind As Night«

Team Me

Das Zweitwerk der Norweger Team Me funkelt mit skandinavischer Pop-Euphorie, fällt als Neuauflage des gefeierten Debüts aber schnell vom Firmament herab.
Geschrieben am
Man muss »Blind As Night« schon dreimal hören, um die feinen Unterschiede zu bemerken. Trotz hübscher Hipster-Strukturen wie Farm-Studio und örtlichem Kinderchor bleibt es enttäuschend steril. Die Explosion und die großen Gesten werden, zumindest musikalisch, in beinah jedem der zehn Songs beschworen und verlieren dementsprechend an Wirkung. Nur bei der Single »The All Time High« funktioniert die jugendliche Dringlichkeit wirklich. Vermeintlich geheimnisvolle Untertöne und interessante Harmonien türmen sich zu orchestralem Pop auf – die Ekstase erstickt, es wird von Anfang an zu viel gewollt, zu wenig erreicht.

Dass es sich wirklich um eine Kopie des ersten Albums handelt, zeigt schon das »Riding My Bicycle«-Intro, das in ähnlicher Form auch das Debüt »To The Treetops!« eröffnete. Obwohl Team Me oft mit Arcade Fire verglichen werden, wirken die Norweger eher wie deren übermotivierte Cover-Band vom Schulhof. Mag man diese Art von Drüber-Kitsch, ist die Platte ein wahrer Festschmaus.
– Team Me »Blind As Light« (Propeller / Soulfood / VÖ 30.01.15)

Team Me

Blind as Night

Release: 25.01.2015

℗ 2014 Propeller Recordings