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»Maybe we’ll die on stage. Who knows?«

Tame Impala live in Berlin

Australiens finest kamen und triumphierten: der Pre-Lollapalooza-Gig von Tame Impala glich einer Demonstration ihrer neuen Stärken: mehr Elektro, noch psychedelischer und wie immer eine fantastische Licht- und Lasershow. Nur das Berliner Publikum war an diesem Dienstag nicht in Höchstform.
Geschrieben am
01.09. 2015, Berlin, Kesselhaus

Vielleicht liegt es am Wetter, vielleicht daran, dass Dienstagabend ist oder einfach daran, dass der Großteil des Publikums aus Vertretern der Medienlandschaft besteht. Fakt ist: es wurde bei Konzerten schon mehr gejubelt.  

Kratzt dies in irgendeiner Weise Tape Impala? Mitnichten. Während ein psychedelisches Feuerwerk aus Pink Floyd’schen Sounds und eine visuelle Darbietungen a`la »Star Wars« auf das Publikum niederprasselt, tanzt Frontmann Kevin Parker ausgelassen auf der Bühne des Kesselhauses. Der Großteil des Sets besteht aus Songs jüngeren Datums, welche live ihre Großartigkeit unter Beweis stellen. Tame Impala sind deutlich mehr Funk und elektronischer geworden und Gitarrist Dominic Simper stellt sich vermehrt an den Synthesizer. Vielleicht liegen diese neuen Eigenschaften auch an den Umständen, dass Simper bald als Milky Chance-Double durchgehen kann.

»Let It Happen« gerät so zu einer ausufernden Session, welche The 13h Floor Elevators neidisch gemacht hätte. Die würdigen Nachfolger stehen hier auf der Bühne. »We could play here all night! We could play our whole lifes in one of our favorite cities in the world: Berlin! Maybe we’ll die on stage. Who knows«, spricht Parker im Beck’s-Rausch, nachdem die Band sich vor der Zugabe mit einem köstlichen Kaltgetränk versorgt hat. Was folgt ist eine wunderschöne Version von »Feels Like We Only Go Backwards« und der frenetischste Jubel des Abends. Geht doch, Berlin. 

Tame Impala

Currents

Release: 17.07.2015

℗ 2015 Modular Recordings, under exclusive license to Universal Music Australia Pty Limited