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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Capital Vision«

Talisco

Mehr Wumms und Liveband-Feeling hat sich Jérȏme Amandi für sein aktuelles Album gewünscht. Nebenbei zeigte dieser Wunsch auch eine reinigende Wirkung: Elegische Elektronik tritt hinter pointiertem Gitarrenspiel zurück.
Geschrieben am
Ist doch super, wenn man sich nicht festgelegt muss. Und als rastloser Franzose, der Jérȏme Amandi alias Talisco nun mal ist, geht es im selbst gewählten Exil des Musikmachens ohnehin darum, sich möglichst unbeschränkt inspirieren zu lassen, anstatt ewig die Labels des Electro-Folk oder Dream-Pop zu bedienen. Wenn dann nebenbei die Begleitmusik für eine Handywerbung herausspringt (»Your Wish« vom Album »Red« aus dem Jahr 2015) – auch kein Problem. Wichtiger ist, die Kontrolle zu behalten. Diesmal sollte alles brachialer und rauer klingen, der Fokus liegt dementsprechend eher auf dem Song als auf einer möglichst mehrheitsfähigen Klangkonzeption. Mit »Thousand Suns« ist zwar auch wieder eine potenzielle partytaugliche Upbeat-Single dabei, doch der Wunsch nach mehr Lebendigkeit und Wumms holt diese Platte schlussendlich deutlich aus dem nebligen »Ganz nett«-Gleichschaltungsstigma der bisherigen Veröffentlichungen raus. Jeder Song schreit um Aufmerksamkeit. Tanzbar, folkig oder nachdenklich-leise kommt Talisco hier schnell zum Punkt – was Popmusik bekanntlich immer gut tut.

Talisco

Capitol Vision

Release: 27.01.2017

℗ 2017 Roy Music, under exclusive license to Virgin Records, a division of Universal Music GmbH