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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Ear Drum

Talib Kweli

"HipHop's not dead, it was on vacation", ist das Credo dieses ungewöhnlich kompakten und dritten Kweli-Albums. Findet das Genre jetzt wieder zu sich selbst? Wenn man "Ear Drum" und das kommende Common-Album "Finding Forever" in Betracht zieht, scheint jedenfalls eine bemerkenswerte Reduzierung a
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"HipHop's not dead, it was on vacation", ist das Credo dieses ungewöhnlich kompakten und dritten Kweli-Albums. Findet das Genre jetzt wieder zu sich selbst? Wenn man "Ear Drum" und das kommende Common-Album "Finding Forever" in Betracht zieht, scheint jedenfalls eine bemerkenswerte Reduzierung auf die Tugenden Dynamik, pointiert freigelegte Beats und anschubsender Rap zu beobachten zu sein. Dazu passt auch, dass die Singleauskopplung "Listen" vom ehemaligen Stevie-Wonder-Protegé und HipHop-Wunderkind Kwamé produziert wurde und viele Hits mit rein sampleorientierten Producern wie Pete Rock (der mit "Holy Moly" direkt in Richtung Magengrube geht), Madlib und dem erstaunlichen KanYe West angefertigt wurden.

Kweli stellt sich hier mit seinen eloquenten Raps ganz in den Dienst des Bewegungsapparates und kommt auf der Suche nach dem perfekten Beat auch mit Giganten wie KRS-One klar. Ob es nun stimmt oder nicht, dass er für den "real HipHop" steht, er behauptet es jedenfalls mit einiger Überzeugungskraft.