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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Night Land«

Talaboman

Irgendwo zwischen Barcelona und Stockholm vertonen Talaboman auf »The Night Land« das Abendland und lassen ihre Hörer in sensible Klangexperimente eintauchen.
Geschrieben am
Ihr erstes gemeinsames Album haben die Produzenten John Talabot und Axel Boman tatsächlich gemeinsam in einem Raum aufgenommen. Das klingt zunächst nicht überraschend, ist aber in Zeiten von Filesharing-Alben gerade für elektronische Acts etwas Besonderes. Nicht wenige Künstler verfallen der Versuchung, nur über das Netz zu kollaborieren und ihre Skizzen allein im Home-Studio zu verfeinern. Vielleicht gluckert, bleept und treibt »The Night Land« deshalb spannender als andere aktuelle Releases. Die sanft-düsteren Synthie-Layer, die teilweise ebenso gut als Soundtrack einer neuen Staffel »Stranger Things« durchgehen könnten, wirken, als wären Talabot und Boman die 2787 Kilometer zwischen Barcelona und Stockholm mit dem Auto gependelt und hätten unzählige Nächte bei 100 km/h in fahl beleuchteten Autobahntunneln verbracht. Denn so klingt dieses Album: wie Europa bei Nacht. In den leichtfüßigen Arrangements blitzt der Spaß, den die beiden zweifellos im Studio hatten, durch. Ein Spanier und ein Schwede machen Musik, die ganz nebenbei zeigt, wie schön dieses Abendland eigentlich ist. Eben, weil Alben wie dieses hier entstehen können.

Talaboman

The Night Land

Release: 03.03.2017

℗ 2017 R&S Records