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Tacheles

Mia.

Die Musik klingt zeitlos poppig und hat sich bereits mit dem letzten Album von Kim Wilde und Ideal zu einer frecheren Version von 2raumwohnung gemorpht. Ein Album für den stylishen Mainstream.
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Mieze und ihre Männer sind zurück. Obwohl ... Die aktuellen Promofotos lassen schon Verluste erkennen, ist ihre Band doch von vier auf drei zusammengeschmolzen. Egal, die Außenwahrnehmung spulte sich seit Anbeginn der Bandzeitrechnung (das Debüt erschien bereits 2002) ohnehin nur über die Sängerin ab. Die präsentiert hier nun einen fertigen Debbie-Harry-Look, Cameltoe im engen Fechtanzug und dünnes weißes Haar. Verhuschter Borderline-Chic – meinetwegen cool, sieht aber auch sehr ungesund aus. Zudem heißt es schon im ersten Stück, dass sie »noch lebe, ist Glück«.

Na ja, wird schon nicht so schlimm sein. Die Musik jedenfalls klingt zeitlos poppig und hat sich bereits mit dem letzten Album von Kim Wilde und Ideal zu einer frecheren Version von 2raumwohnung gemorpht. Insofern ist für den etwas stylishen Mainstream wieder einiges drin. Viel Pop und keine Experimente zum Beispiel. Von der Skandalproduktion (man erinnere sich noch an die selbst losgetretene Deutschlanddebatte zur Band) sind Mia. mangels Novelty-Effekt oder Relevanz zudem längst abgeschnitten. Brauchen sie auch nicht. Was sie können, können sie. Und das Stück »Fallschirm« hat durchaus die Möglichkeit, an den Ohrwurmappeal von »Tanz der Moleküle« anzuknüpfen. Nichts tut weh.

In drei Worten: Cameltoe / Borderline / Pop