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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

I Tank U

T.Raumschmiere

Marco Haas rockt wieder. Nach seinen Ambient-Ausflügen auf "Random Noize Sessions Vol. 1" steht "I Tank U" wieder ganz in der Tradition der T.Raumschmiere-Alben "Radio Blackout" und "Blitzkrieg Pop".
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Marco Haas rockt wieder. Nach seinen Ambient-Ausflügen auf "Random Noize Sessions Vol. 1" steht "I Tank U" wieder ganz in der Tradition der T.Raumschmiere-Alben "Radio Blackout" und "Blitzkrieg Pop".

Aber natürlich rockt er nicht alleine, sondern verlässt sich wieder auf den Input seiner illustren Gastsänger, wobei ein Fehlgriff wie Sandra Nasic diesmal gottlob ausbleibt. Durch den häufiger eingesetzten Gesang (nur zwei der Stücke sind rein instrumental) wirkt das neue Album deutlich songorientierter als die beiden Vorgänger. "111 kg DNA" (gesungen von Barbara Panther), "Animal Territory" (mit Puppetmastaz) und das klanglich offensichtlich DAF-inspirierte "Pedal To The Metal" (mit Gene Serene) liegen dabei ganz weit vorne in meiner Kritikergunst. "Brenner" mit Deichkind dagegen will einfach viel zu viel und wirkt mit seinem drogenverherrlichenden Text eher kindisch und albern (was nicht heißen soll, dass ich was gegen Drogen hätte - also bitte verklagen Sie mich nicht, liebe Drogenindustrie).

Treffsicherer ist Haas da mit dem krank-genialen Instrumental-Stück "E", das als erste Single quasi nach einem Alter-Ego-Remix schreit. Abgesehen von den beiden von Haas selbst gesungenen und viel zu rockig interpretierten Stücken gibt das Album in seiner verstörenden Wirkung und mit seinem typischen übersteuerten Sound, der an den richtigen Stellen wehtut, ein schlüssiges Bild ab.