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Tag 3: So war der Mittwoch

SXSW 2013 – Reisetagebuch

Intro ist derzeit beim SXSW-Festival in Austin unterwegs. Diese Bands gab es am Mittwoch.
Geschrieben am
Mittwoch, 13. März 2012
 
7:10 Uhr – Das kommt davon, wenn man zu früh ins Bett geht: man ist viel zu früh wach! Andererseits natürlich auch toll bei offenem Fenster aufzuwachen und draußen ist es schon 17 Grad Celcius.
 
7:20 Uhr - Kaffee.
7:31 Uhr - Mehr Kaffee.
7:48 Uhr - Noch mehr Kaffee.
 
11:16 Uhr - Besuch im German House, das unter anderem von Initiative Musik und der Berlin Club Commission verantwortet wird. Zum Glück sind nicht nur Deutsche da, so schmecken Früchte, Bagel und der Kaffee gleich viel besser.

13:32 Uhr – Bei Fader gilt es immer gleich zu Beginn vorbeizuschauen. Doch die erste Band kann nicht so recht überzeugen. Nett. Oder direkter gesagt: belanglos. Ersten Reaktionen auf die Fotogalerie auf intro.de zufolge handelte es sich allerdings nicht, wie irrtümlich angenommen um Casey Veggies! Das ist nämlich ein schwarzer Rapper und kein weißes Indie-Mädel. Die Recherche hat jedoch noch nicht ergeben welche Band da auf der Bühne stand. I am sorry.
 
13:47 Uhr - Auch die nächste Band bringt es nicht so recht. Wobei man zum Schutz von Peace sagen muss, dass ihre introvertierte Musik es hier nun wirklich bei all der Spring-Break-Mania nicht leicht hat. Codeine würden jetzt in diesem Moment an dieser Stelle auch keinen Schneid machen.
 
15:36 Uhr – Der Canadian Blast lohnt sich ja eigentlich immer beim SXSW. Hey Ocean aber wollen nicht so recht das Zelt an sich reißen, ihr seichter Alternativ-Pop geht unter im Rauschen der Gespräche.

15: 58 Uhr- - So gibt sich also der neuste englische Hype live: hervorragend. Klingen Savages auf ihrem Debütalbum sehr beeinflusst von den 80er Jahren von Joy Division, so ist auf der Bühne im Emos ein massiver Iron Maiden Einschlag unüberhörbar. Die vier Londonerinnen perfomen super tight und vor allem extrem seriös. Da bleiben alle Wimpern eingezogen.
 
16: 32 Uhr - Wer hätte gedacht, dass ich Camper Van Beethoven noch einmal live sehen würde. Aber, puh, waren die immer so öde wie jetzt gerade im Emos? Also ob man Wilco von einer deutschen Coverband nachspielen lässt. Unerträglich. Und es fällt mir nicht leicht, das so hart zu sagen. Schnell in ihren Bowling-Klassiker reinhören.





17: 04 Uhr - Grunz-Metal aus Ohio, Amerika. Pitchfork lädt im Mohawk zur  etwas anderen Indie-Party. Die skandinavischen Einflüssen sind bei Skeletonwitch unüberhörbar. Die beste Band des diesjährigen SXSW bislang.



17:44 Uhr – Ich renne zufällig in Optimo, das Dj Duo aus Glasgow, dessen Partys in der lokalen Art School spätestens seit Franz Ferdinand legendär sind. Die beiden sind noch mächtig gezeichnet von der letzten Nacht und ihrem Auftritt, den ich dank United Airlines leider verpasst habe. Das beste Gegenmittel gegen Kater und Schlappheit: Cola, Kaffee und Tacos. Und danach ein Nickerchen, schließlich werden die beiden später im Elysium auflegen.
 
21: 44 Uhr - Vorher ist Andy Scott dran. Das Problem ist allerdings der extrem miese Sound im Elysium. Gegen für Rockbands konzipierte PAs kommt der beste elektronische Musiker nicht an. Zumal die Anwesenden nur nicken, tanzen ist ihnen ein nicht bekannter Akt.



23: 12 Uhr -  Die in Berlin lebende Kölnerin Dillon spielt im 18th Floor des Hilton Garden Inn. Ein echter Geheimtip für SXSW-Besucher, denn hier hat man nicht nur den besten Ausblick über die Stadt, die Drinks sind zudem gut gemischt und sehr günstig. Und jetzt gerade wunderschöne Musik.

00:00 Uhr – Der Melt!-Booking-Spot von Alexander Kralisch: „Mit einer Stunde Verspätung stolpern Foxegen auf die Bühne des Hype Hotels. Es ist randvoll, alles Fans, die nach den ersten Tönen merken, dass hier ganz schön was gegen die Wand gefahren wird - zwischen Feedback-Hölle und falschen Einsätzen vergeigen Foxegen gerade alles. Nach drei Songs hat noch immer keiner geklatscht, wir sind bedient und gehen nach Hause.“
 
0:13 Uhr - Ach, wenn man schon mal in der Gegend ist, dann kann man auch bei Baauer vorbeischauen im La Zona Rosa. Der Andrang ist dann doch heftig nachdem es erst gar nicht so aussah. So fühlt es sich also 2013 an, eine amerikanische Nummer 1 der Billboard-Charts zu sehen. Nicht dass es total mies wär, aber wie einen Auftritt von Michael Jackson, Prince, Mariah Carry oder Phil Collins, die auch alle mal das Potest zuvor erklettert haben, kommt das nun wirklich nicht bei einem an.



1:01 Uhr - One more Time. Optimo sind wieder fit und an der Nadel. Die beiden Schotten legen noch mit Vinyl auf – auch wenn das kaum noch jemand in ihrem Publikum buchstabieren kann. Das Set ist jedenfalls mitreißend rotzig.