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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Number Seven Uptown

Swearing at Motorists

Als ich am Morgen meines Geburtstages dieses Kleinod moderner Musik in meinem Briefkasten fand, hatte ich erstmals das Gefühl, dass mein kommendes Lebensjahr unter einem guten Stern stehen wird. Es gibt Bands, die einfach in der Luft liegen, um plötzlich ohne Vorwarnung aufzutauchen. Das sind Bands,
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Autor: intro.de

Als ich am Morgen meines Geburtstages dieses Kleinod moderner Musik in meinem Briefkasten fand, hatte ich erstmals das Gefühl, dass mein kommendes Lebensjahr unter einem guten Stern stehen wird. Es gibt Bands, die einfach in der Luft liegen, um plötzlich ohne Vorwarnung aufzutauchen. Das sind Bands, die einen im Sturm erobern und nie wieder allein lassen wollen. Swearing At Motorists sind so eine Band. Entstanden ist das Duo (Schlagzeug, Gesang/Gitarre) im Umfeld der übergroßen Guided By Voices, deren Ex-Drummer auch hier trommelt, und einige Elemente ihrer Musik zeugen von deren Einflüssen: Viele kurze kompakte Songs (15 Lieder in 27 Minuten), kein langes Rumgedudel und ein eindeutig Pollard’sch geprägter Gesang. Doch wo Guided By Voices häufig in ihren eigenen Rockband-Strukturen gefangen waren, was sie davon abhielt, wirklich abzuheben, gehen Swearing At Motorists viel freier zur Sache. Voller Spielfreude, zwischen energetischem Powerpop und getragenem Songwriter-Schmerz, werden alle Register gezogen, die diese Art von Musik so liebenswert macht. Keine der vorhandenen Ideen wird totgeritten, und alles klingt eigen und (soweit im Rahmen dieser Art von Musik möglich) neu. Wundervoll.