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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Hai Alarm am Müggelsee«

Sven Regener & Leander Haußmann

Sven Regener und Leander Haußmann mit einem Soundtrack zwischen Pfadfinder-Folk und Kleinstadt-Satire.
Geschrieben am

Sven Regener und Leander Haußmann rufen gemeinsam den »Hai-Alarm am Müggelsee« aus. Und auch ohne den Film dazu gesehen zu haben, bekommt man schon beim Hören des Soundtracks eine Ahnung von der Provinz-Posse, die sich der Element-Of-Crime-Frontmann und der »Sonnenallee«-Regisseur ausgedacht haben. Wenn die Protagonisten blumige Namen wie Snake Müller tragen und die Liste der Schauspieler neben Detlev Buck auch Henry Hübchen enthält, dürfte der Rahmen klar sein. »Hai-Alarm am Müggelsee« ist ein Schelmenstück über Städtemarketing und provinziellen Unfug. Es leuchtet daher ein, dass der dazugehörige Soundtrack jenes Kleinstadt-Klima spiegeln muss und sich weitestgehend aus simplen Liedermacher-Erzählungen und schlichten Instrumentalstücken zusammensetzt.

In den schwachen Momenten erinnern Haußmann und Regener mit ihren Songs an eine Musical-Aufführung im Pfadfinder-Lager, doch zumeist gibt es wenig auszusetzen am brummigen Alte-Männer-Folk, der durch massiven Mundharmonika-Einsatz zeigt, dass Bob Dylan auch in der Berliner Vorstadt beliebt zu sein scheint.
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In drei Worten: Provinz / Musical / Brummbär