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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

A Million Microphones

Supersystem

Im Bandinfo steht, dass Supersystem zur Vermeidung von Vorhersehbarkeit immer bereit sind, einen Song zu zerstören, um ihn danach gleich wieder zusammenzusetzen. Beim Hören des neuen Albums „A Million Microphones“ wünscht man sich manchmal, dass sie einen Song mal nur zerdeppern oder einfach mal hei
Geschrieben am
Im Bandinfo steht, dass Supersystem zur Vermeidung von Vorhersehbarkeit immer bereit sind, einen Song zu zerstören, um ihn danach gleich wieder zusammenzusetzen. Beim Hören des neuen Albums „A Million Microphones“ wünscht man sich manchmal, dass sie einen Song mal nur zerdeppern oder einfach mal heile lassen sollten. Denn irgendwie fehlt einerseits dann doch das Überraschungsmoment, das Kaputte, gleichzeitig ist die Scheibe aber auch zu wenig eingängig und melodiös, um als Pop durchzugehen. „Eagles Fleeing Eyries“ ist da ein gutes Beispiel. Es fängt an mit einer Art Harfe und leicht angezerrtem Gesang. Durchaus spannend also. Dann kommt jedoch ein gemächlicher Diskobeat dazu, und der Song tropft so dahin. Eine Million Mikrofone – aber alles schon tausendmal gehört, tausendmal ist nichts passiert. Doch ein Zoom ist in Sicht. Denn immerhin scheinen die vier Jungs, die früher schon unter dem Namen El Guapo Musik machten, Humor zu haben und nennen den zehnten Song „White Light / White Light“. Überhaupt wird die Platte zum Ende hin besser. Songs wie „The City“ – mit tanzbarem Bass und schönen Pianobreaks – oder das britpoppige „Prophets“ sind richtig gut, und die Band untermauert damit die Waschzettel-Weisheit, dass sie eine „unique vision of pop music“ habe. Mit dem Abschlusstrack „Revolution Summer“ gelingt sogar noch eine richtig bewegende Elektroirgendwas-Ballade. Insgesamt also doch noch knapp eher Touch denn Go.