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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Skydiverz

Supercruizer

Eins muss man den Machern von Superstition lassen: Sie sind konsequent in dem, was sie tun. Mit dem Album von Tobi Izui und Gabriel Le Mar halten sie an ihrer Tradition fest, auch einmal abseits der Trends Projekte aufzunehmen und zu releasen. Supercruizer ist der klassische Dub-Trance-Act, dessen M
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Eins muss man den Machern von Superstition lassen: Sie sind konsequent in dem, was sie tun. Mit dem Album von Tobi Izui und Gabriel Le Mar halten sie an ihrer Tradition fest, auch einmal abseits der Trends Projekte aufzunehmen und zu releasen. Supercruizer ist der klassische Dub-Trance-Act, dessen Melodien stark an den Labelkollegen Mijk van Dijk erinnern und damit die Kette der letzten eher house-orientierten 12-Inches wieder aufbrechen. Wo van Dijk sich allerdings im Kitsch verliert, kommen bei den Supercruizers die Dub-Einflüsse von Le Mar voll zur Geltung. Eine Menge Hall und ein perfekt ausproduzierter Magenbass - genau. Alle Nervpotentiale liegen blank – allerdings hinter milchigem Glas. Flächiges Wohlfühlen ist angesagt, alles ist rund und sanftmütig, und die abgenutzte Assoziation deutet recht klar auf die “Space Night”. Gerade zum Ende hin kann man den Eindruck gewinnen, dass Izuis Einflüsse immer geringer geworden sind. Der spezifische Japan-Flair, diese verspielt-schrägen Synthieklänge verschwinden sukzessive, und der von Le Mars Soloalben bekannte Dub-Trance dominiert das Geschehen. All das klingt nach Ambient, ist aber ganz im Gegenteil ein erstklassiges Tanzalbum. Musik für den langsamen Schwebeflug über die Fläche oder besser noch: über die staubigen Open-Air-Floors der Saison.