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»Lost In Light«

Sumie

In kleinen Dosen bezaubernd, auf Dauer etwas eintönig: Die Singer/Songwriterin Sumie aus Göteborg darf künftig gerne mehr aufdrehen.
Geschrieben am
Sandra Sumie Naganos Debütalbum aus dem Jahr 2013 war ein Musterbeispiel an Reduktion, bestehend aus kaum mehr als Stimme und gezupfter Akustikgitarre. Das Höchste der Gefühle: etwas dezentes Klavier-Geklimper von Nils Frahm. Im Vergleich fällt »Lost In Light«, das Zweitwerk der japanisch-schwedischen Sängerin, geradezu opulent aus. In »Night Rain« bläst eine gedämpfte Western-Trompete den Blues über einen getragenen Piano-Walzer und mehrstimmigen Harmoniegesang. In »Frö« und »Leave Me« schmeicheln sich warme Streicher ins Geschehen, und bei »Divine Wind« und »The Only Lady« verbreitet eine Steel-Gitarre schwermütige Americana-Atmosphäre.

Auch am Mikro geht Nagano diesmal mehr aus sich heraus, klingt in »Pouring Down« gar ein wenig nach Jazz-Chanteuse. Doch trotz einem Mehr an Stimme und Instrumenten bleibt die Atmosphäre – wie schon auf dem Vorgänger – durchgehend bedächtig und melancholisch. So setzt trotz hübscher Nummern rasch Ermüdung ein. Bei den Arrangements ist Nagano einen Schritt weiter, hoffentlich widmet sie sich auf Album Nummer drei auch dem Thema Dynamik.

Sumie

Lost in Light

Release: 10.11.2017

℗ 2017 Bella Union