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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

To Run More Smoothly

SUE GARNER

Sehr glatt läuft es auf "To Run" nicht eben ab. Doch ist SUE GARNER (RUN ON) ein ungewöhnlich selbstbewußtes, autonomes und kraftvolles Debüt-Album gelungen, das ein eigenständiges Klanguniversum mit solider songwriterischer Basis schafft. Mit simpelsten Mitteln, aber viel Mut zum Experiment beschäm
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Autor: intro.de

Sehr glatt läuft es auf "To Run" nicht eben ab. Doch ist SUE GARNER (RUN ON) ein ungewöhnlich selbstbewußtes, autonomes und kraftvolles Debüt-Album gelungen, das ein eigenständiges Klanguniversum mit solider songwriterischer Basis schafft. Mit simpelsten Mitteln, aber viel Mut zum Experiment beschämt SUE all jene, die immer wieder beweinen, man könne auf den ausgetretenen Songwriter-Pfaden nichts Neues mehr finden. Ihre Platte bewegt sich zwischen Extremen: Zugängliches, ja traditionelles Liedgut trifft auf den Anspruch, dieses möglichst clever umzusetzen. Zusammen mit Ehemann Rick Brown und u. a. Georgia Hubley (YO LA TENGO) sucht SUE GARNER Möglichkeiten, ihre Songs aufzuwerten, ohne sie unhörbar zu machen. Das beginnt beim Arrangement - weniger ist hier mehr - und endet nicht zuletzt bei der Wahl der Instrumente. Akustische Gitarren haben etwa dieselbe Daseinsberechtigung wie Samples, Orgelfeedbacks, Geige oder Gesang. Und dieser ist es letztlich, der, dank SUEs angenehm kräftiger Stimme, alles zusammenhält. Und: SUE ist der Boß. Auf "To Run" werden keine Kompromisse gemacht, und das ist gut so. Denn so wirkt die CD - auch wenn nicht alles funktioniert - niemals gezwungen oder gewollt intellektuell. Brain candy for your ears!