×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Satire darf doch alles, oder?

Stuckrad-Barre verklagt Titanic

Der Autor und Kameraliebling Benjamin von Stuckrad-Barre hat gegen das Satiremagazin "Titanic" eine einstweilige Verfügung erwirkt. Gegen Androhung eines Ordnungsgeldes von 500.000 DM darf die aktuelle Ausgabe des "endgültigen Satiremagazins" nicht weiter verbreitet werden. Eine Schmerzensgeldfo
Geschrieben am

Autor: Stitch

Der Autor und Kameraliebling Benjamin von Stuckrad-Barre hat gegen das Satiremagazin "Titanic" eine einstweilige Verfügung erwirkt. Gegen Androhung eines Ordnungsgeldes von 500.000 DM darf die aktuelle Ausgabe des "endgültigen Satiremagazins" nicht weiter verbreitet werden. Eine Schmerzensgeldforderung und Strafanzeige wurden ebenfalls angekündigt. Der Grund: Titanic hatte eine Anzeige gefaket, mit der für Lesungen von Stuckrad-Barre geworben wird. Dies geschah mit einem Bild des vor kurzem hingerichteten Oklahoma-Bombers Tim McVeigh und der Überschrift "Lesung abgesagt". Die Erläuterung aus dem Hause Titanic wies auf die "frappierend ähnlichen Kurzhaarfrisuren" hin. Die Klage begründet der Anwalt des Autors u. a. damit, daß hier "der Eindruck erweckt (wird), daß der Antragsteller hingerichtet worden sei und er deswegen keine Lesung mehr abhalten kann."

Das Magazin wurde in den vergangenen Jahren von so illustren Personen wie Björn Engholm, Evelyn Künnecke, Gerhard Zwerenz, Hans-Joachim Kulenkampff, Thomas Anders, Erzbischof Dyba, Helmut Markwort, McDonald´s und insgesamt sieben Mal von der katholischen Kirche verklagt. Titanic gibts seit dieser Woche auch im Netz und zwar unter Titanic online