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Käufer über Kopierschutz erbost

Strafanzeige gegen BMG

Zum ersten Mal hat in Deutschland ein Verbraucher wegen des Einsatzes eines Audio-CD-Kopierschutzes geklagt. Der Käufer hatte zuhause feststellen müssen, dass die von ihm erworbene CD sich nicht auf seinem PC abspielen, nicht in MP3s umwandeln und auch nicht kopieren ließ. Seiner Meinung nach kam ei
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Zum ersten Mal hat in Deutschland ein Verbraucher wegen des Einsatzes eines Audio-CD-Kopierschutzes geklagt. Der Käufer hatte zuhause feststellen müssen, dass die von ihm erworbene CD sich nicht auf seinem PC abspielen, nicht in MP3s umwandeln und auch nicht kopieren ließ. Seiner Meinung nach kam ein Kopierschutz für Audio-CDs zum Einsatz. Da er einen entsprechenden Hinweis aber nicht auf der Verpackung habe entdecken können, fühle er sich getäuscht und in seinen Rechten als Verbraucher beschnitten. Der Musikfan erstattete kurzerhand Strafanzeige und stellte einen Strafantrag wegen Betrugs, Computerbetrugs und Verletzung des Urheberrechts gegen Bertelsmanns BMG, bei der der Tonträger, "Just The Best" erschienen ist. Der Vorwurf des Betrugs gründet sich auf der angeblich fehlenden Kennzeichnung der CD. Bisher habe man als Verbraucher immer davon ausgehen können, eine CD auch mit seinem Computer nutzen zu können, alles andere sei "völlig unüblich", heißt es. Das werde auch durch das deutsche Urheberrecht unterstrichen, das dem Verbraucher das Recht auf Kopien im privaten Rahmen zubilligt. Ohne einen entsprechenden Hinweis müsse der Verbraucher auch davon ausgehen können, von diesem Recht Gebrauch machen zu können. Wann es zu einem möglichen Verfahren gegen die BMG Entertainment kommen könnte, ist bisher noch völlig offen. Die zuständige Münchner Staatsanwaltschaft hat sich noch nicht zu dem Fall geäußert.

[Quelle: heise.de]