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»Exodus«

Stimming x Lambert

Für dieses Album wurde der Begriff »Kleinod« geschaffen: Unaufgeregt, behutsam und kompakt zaubern Stimming und Lambert aus Klavier und Synthesizer Momente der Schönheit herbei.

Geschrieben am

Die Kombination aus klassischem Pianisten und Elektronik-Pionier ist wahrlich nicht neu. Doch die Hamburger Martin Stimming und Lambert (ohne Vornamen, dafür mit Maske) stechen mit ihrer Kollaboration hervor, indem sie sich musikalisch extra bescheiden geben: Nur sieben Tracks und nur 20 Minuten hat »Exodus« inklusive Intro und Outro, eigenartige naturnahe Titel wie »Edelweiss« und »Der blaue Fels« und ein völlig alltägliches Artwork. 

Die Erwartungen sind also minimal, wenn das kurze, klassische Intro abebbt. Und auch der erste Track »Morsches Holz« macht mit Geklopfe und Geklacker zum Klavier am Anfang noch nicht sehr viel her. Doch die Magie setzt ein, wenn der Song zum Ende hin ein wenig aus dem Gleichgewicht gerät und zu stottern anfängt. Der nächste Track überrascht dann mit einem sehr zurückhaltenden Gesangs-Sample, das Mittelstück verzückt mit einem sehr schönen Kontrapunkt zwischen Klaviergeklimper und Beatgeplucker, und dann ist »Exodus« auch schon fast um. Das an Bon Iver erinnernde »Wuu-uuu-huu« im Ausklang hätten sie sich vielleicht sparen können, aber wenn der letzte Ton verflogen ist, bleibt tiefste Entspannung zurück – und die Erkenntnis, gerade für 20 magische Minuten dem grauen Alltag ganz fern gewesen zu sein.

Stimming x Lambert

Exodus

Release: 09.03.2018

℗ 2018 Kryptox

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