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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Fab Four Suture

Stereolab

Sie sind gekommen, um zu bleiben. Stereolab waren und sind einfach genial. So genial, dass man ihre wunderbaren Loop-Konstruktionen mit Elementen aus Sixties-Easy-Listening, verschrobenen Sci-Fi-Moog-Sounds und hypnotischen Ambient-Gitarren-Drones irgendwann einfach als selbstverständlich ansah. Obw
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Sie sind gekommen, um zu bleiben. Stereolab waren und sind einfach genial. So genial, dass man ihre wunderbaren Loop-Konstruktionen mit Elementen aus Sixties-Easy-Listening, verschrobenen Sci-Fi-Moog-Sounds und hypnotischen Ambient-Gitarren-Drones irgendwann einfach als selbstverständlich ansah. Obwohl die Pioniere von 90er-Avant-Pop und Bubblegum-Electronica Jahr um Jahr fleißig Platten veröffentlichten, musste es also erst mal etwas ruhiger werden, damit sich Stereolab jetzt mit "Fab Four Suture" umso nachdrücklicher wieder in Erinnerung bringen können. Nach der Rückkehr zum britischen Too-Pure-Label wirkt auch die Entscheidung, alle Songs des Albums ebenfalls als limitierte Singles herauszubringen, wie eine Rückbesinnung auf die Ursprünge der Band: Der Sound ist altbewährt, voll von konstruierter, aber wohlklingender Eleganz, nerdigen Referenzen zu tschechischen Science-Fiction-Trickfilmen ("Kybernetcika Babicka") und dem nostalgischen Gefühl der vergessenen Moderne. Bei Stücken wie "Get A Shot Of The Refrigerator" oder "Visionary Road Maps" wird der Beat sogar recht flott, und Stereolab fahren mit uns in überraschenden Melodie- und Tempowechseln Achterbahn. Was für ein tolles Gefühl. Da fragt man sich ernsthaft, wie man so lange ohne auskommen konnte.