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I Love My Friends

STEPHEN DUFFY

Mit "I Love My Friends" hat STEPHEN DUFFY, der ewige Underdog der britischen Singer/Songwriter-Szene, ein Album produziert, welches eine geschickte Balance zwischen melancholischer Tristesse und poppiger Aggressivität findet. Immer war er seiner Zeit voraus, schon damals mit "The Kiss", jenem 80er-H
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Autor: intro.de

Mit "I Love My Friends" hat STEPHEN DUFFY, der ewige Underdog der britischen Singer/Songwriter-Szene, ein Album produziert, welches eine geschickte Balance zwischen melancholischer Tristesse und poppiger Aggressivität findet. Immer war er seiner Zeit voraus, schon damals mit "The Kiss", jenem 80er-Hit, an dem er imagemäßig noch heute zu knabbern hat. Und wo sich die Kollegen von der BritPop-Front dieser Tage in unironischen Selbstzitaten ergehen, nimmt DUFFY die Sache eher heiter: Seine Reflexionen über den Sinn des Lebens grenzen stets an resignierenden Zynismus, daneben präsentiert sich eine lyrische Seite, wie er sie bereits mit LILAC TIME auslebte (ein neues Album ist in Vorbereitung). Meisterhaft sparsam arrangierte halbakustische Balladen bieten einen Ausgleich zu rockorientierten Kitchen-Sink-Dramen. Natürlich sind solcherlei Reflexionen über verflossene Liebschaften nicht gerade lebensbejahend, dafür kommen sie aber um so aufrichtiger daher. Mit der musikalischen Qualität DUFFYs wird auch in Zukunft zu rechnen sein. Und mit dem richtigen Quentchen Glück sollte dabei schon der eine oder andere Hit herausspringen.