×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Silence is Easy

Starsailor

Wie sehr Musik Momente beeinflusst und wie sehr man sich freuen kann, wenn sie dabei auch das persönliche Leben zu verändern in der Lage sind, davon handelt ›Silence Is Easy‹. Die vier Engländer haben verstanden, wie wunderbar Musik als Gefühls-Transportmittel funktioniert: »Uns alle hat die Musik g
Geschrieben am

Wie sehr Musik Momente beeinflusst und wie sehr man sich freuen kann, wenn sie dabei auch das persönliche Leben zu verändern in der Lage sind, davon handelt ›Silence Is Easy‹. Die vier Engländer haben verstanden, wie wunderbar Musik als Gefühls-Transportmittel funktioniert: »Uns alle hat die Musik gerettet, die Musik, die wir hören und die wir selbst machen. Es geht darum, die eigene Identität zu finden.« Hatten sie, wenn man es genau nimmt, ja auch für ihr Debüt ›Love Is Here‹ schon begriffen, als sie die Geschichten von Jungs erzählten, die sich angestrengt in Kneipen oder Fabriken die Brötchen verdienen müssen und sich jeden Abend im gleichen Pub langweilen. Doch aufgrund der Konzentration, die Starsailor nach dem ›Love Is Here‹-Erfolg ihren neuen Stücke angedeihen lassen konnten, verfassten sie nun eine Hommage an die Musik selbst – Musik als Lebensretter für die melancholische Seele, die sich durch Spaziergänge am Meer, wenn der upliftende Album-Opener ›Music Was Saved‹ in den Gedanken leise nachklingt, beruhigt. Starsailor haben diesen gefühlsbetonten, pathetischen Brit-Appeal à la Travis, Idlewild oder auch Coldplay. Und angesichts des Wall-Of-Sound-Arrangeurs Phil Spector, der nämlich mitproduziert hat, verwundert es nicht, dass dieser durch Klaviermelodien und Streicherharmonien umgesetzt wurde. ›Silence Is Easy‹ kommt unexaltiert daher, bezieht orchestrale Klangwelten mit ein, der eigene Künstlerhabitus steht weniger im Vordergrund als das große emotionale Thema der Platte.