×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

And Their Refinement Of The Decline

Stars Of The Lid

Fünf Jahre nach „The Tired Sounds Of“ legen Adam Wiltzie und Brian McBride nach, und das wie gehabt herrlich entschleunigend. Aus dem Leitmotiv „We do like guitars because they can sound not like guitars“ ist erneut die Synthese mit klassischer Orchestrierung, deren Übersetzung in Flächen und Betite
Geschrieben am
Fünf Jahre nach „The Tired Sounds Of“ legen Adam Wiltzie und Brian McBride nach, und das wie gehabt herrlich entschleunigend. Aus dem Leitmotiv „We do like guitars because they can sound not like guitars“ ist erneut die Synthese mit klassischer Orchestrierung, deren Übersetzung in Flächen und Betitelung mit hinterhältigem Humor geworden. Wollte man tatsächlich noch musikalische Referenzen suchen, könnte man Eno, die flächigeren Stücke von Badalamenti oder Aphex Twins „Selected Ambient Works II“ anführen. Dabei ist „And Their Refinement ...“ eigentlich viel mehr die Demonstration, dass SOTL längst eine eigene Kategorie sind. So präsent die Drones, so um-die-Ecke der Humor (siehe „Dopamine Clouds Over Craven Cottage“, benannt nach dem Heimspielort des Fulham FC, wo McBrides Namensvetter Fußball spielt; oder auch den Wortdreher „Humecter La Mouture“, vermutlich aus „respectez la nature“). Wirkt das zu Beginn vergleichsweise fast hektisch und mittels klarer Strukturen erkennbar bemüht, das Ambient-Klischee zu unterlaufen, weichen die Setzungen spätestens ab der Mitte des Werks auf. Mit dem 17-minütigen „December Hunting For Vegetarian Fuckface“ beschließt eines der dynamischeren Stücke ein zweistündiges (!) Opus der – wahrscheinlich noch immer – langsamsten Band der Welt.