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The tired sounds of

Stars of the Lid

Das nordamerikanische Label Kranky, das die Musiklandschaft ja u. a. mit dem Psychedelic-Klassik-Bastard Godspeed You Black Emperor! bereichert hat, verwöhnt mit seinen beiden neuesten Releases am ehesten die Ambient-Freunde unter uns. Das lang erwartete neue Werk des Duos Stars Of The Lid überrasch
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Das nordamerikanische Label Kranky, das die Musiklandschaft ja u. a. mit dem Psychedelic-Klassik-Bastard Godspeed You Black Emperor! bereichert hat, verwöhnt mit seinen beiden neuesten Releases am ehesten die Ambient-Freunde unter uns. Das lang erwartete neue Werk des Duos Stars Of The Lid überrascht auf den ersten Blick schon mal durch seinen Umfang. Auf zwei vollgepackten CDs bzw. auf sechs Vinylseiten liefern die Soundfrickler Brian McBride und Adam Wiltzie einen atmosphärischen Soundtrack aus wiederkehrenden Soundmustern, vielschichtigen Geräuschkulissen und stark verfremdeten Instrumentaltracks ab. Im Gegensatz zum Vorgänger “Avec Laudanum” sind beim neuen Werk die gängigen Songstrukturen völlig aufgebrochen worden und die Melodien stark in den Hintergrund getreten. Während die Stars Of The Lid eher auf klassische Instrumente wie Gitarren, Streicher und Piano bauen und diese dann durch die obligate Phaser-Delay-Echo-Effektbatterie jagen, basieren die Sounds des Ein-Mann-Projekts Loscil direkt auf den Samplerloops und Ambient-Synthiesounds. Auf beiden Releases wird komplett auf Drums verzichtet, doch wirkt Loscils “Triple Point” rhythmischer und krautrockiger, da den Tracks immer eine gewisse Pattern-Struktur zugrunde liegt. Beiden Alben ist eins gemeinsam: sie bieten Musik zum Zuhören (headphones recommended), aufgrund ihrer sehr versteckten Vielschichtigkeit aber genauso auch zum Überhören.