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»End Of Ahriman«

St. Michael Front

Nach der Lehre von Rudolf Steiner – ja, dem Waldorfschulen-Steiner – befinden wir uns noch eine Weile unter der Herrschaft des Erzengels Michael. Der kann diese Platte in seinem Namen also sicher wegstecken.

Geschrieben am

Schade, dass sich das Hamburger Duo vor dem deutschen, crazy katholisch-faschistisch anmutenden Namen »Michaelisfront« drückte und die für sich erfundene Bewegung stattdessen auf Englisch St. Michael Front nennt! Wobei das Spirituelle und Okkulte seine ambivalente bis eklige Wirkung in dessen Musik sowieso nie so entfaltet, wie es bei den erklärten Vorbildern The Who oder Throbbing Gristle der Fall war. Da kann das Album noch so lange zoroastrisch mit dem Ende der Zerstörung liebäugeln – es wirkt immer etwas dünn, ausgedacht, null intensiv und gerade darum nicht einmal auf irgendeine Weise geil campy.

Die Musik dazu klingt wie ein Best-of des Dark Wave, als hätten sich die düsteren Sounds aller 1980er-Synthies noch mal zusammengetan und mit einem Humor verklebt, der respektabel um seine Schwärze ringt. Am Ende haben St. Michael Front ihre Arrangements einfach nur noch mit viel Hall überdeckt. Dabei wissen vor allem die Melodien zu überzeugen, hier entwickelt dieses Debüt einen Sog und macht in seinem 1980er-Evergreen-Fluss zeitweise richtig Spaß. Atmosphärisch hat diese Front aber doch allzu viele offene Flanken.

St. Michael Front

End of Ahriman

Release: 20.04.2018

℗ 2018 Staatsakt.

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