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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»It’s not worth the energy to hate it«

Spring Offensive urteilen

Die fünf Jungs von Spring Offensive aus Oxford mögen und machen detaillierte, durchdachte Musik. Mit ihrem feingliedrigen Indie Pop halten sie sich gerne im Hintergrund, was sie aber nur umso interessanter macht. Sänger und Gitarrist Theo Whitworth hat für uns die neuesten Platten aus einem ganz eigenen Blickwinkel bewertet.
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Seine Landsmänner Sleaford Mods weiß der Brite Whitworth zu schätzen: »Crazily funny and scarily vicious. Grating post-punk loops grooving to bile-filled cynicism and misanthropy«.

Coldplay hingegen bekommen nur ein müdes Lächeln: »Still here, still boring«. Ein starkes Stück für eine Band, die gerade mal ihr erstes Album gepackt hat. Theo Whitworth hört ziemlich genau auf Texte, daher sind Chromeo mit »Sexy Socialite« schon raus: »The line >You’re out alone, so young and full of promise< is fucking creepy«. Am härtesten trifft es Clean Bandit: »Remove anything good about Disclosure and add a violinist showing off«.

Das Debütalbum von Spring Offensive erschien im März, acht Jahre hat die perfektionistische Band an »Young Animal Hearts« gearbeitet und sie via Crowdfunding innerhalb von einer Woche unabhängig finanziert. Das Besondere an den Briten ist die hohe Anzahl von Multitalenten in einer Band. Jedes der Mitglieder hat noch andere Beschäftigungen und Talente, beispielsweise Musikvideo-Regie, Theater oder Journalismus. Das Ganze spielt sich dabei ohne unnötige Angeberei ab. Durch dezent dunkle Texte mit besonderen Harmonien strömt Understatement, auch wenn Theo Whitworths Kommentare zeitweise das Gegenteil vermuten lassen.

Wie Theo Whitworth von Spring Offensive ansonsten bewertet hat und was seine drei Lieblingsalben aller Zeiten sind, sehr ihr in unserer PvG-Galerie.