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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»They Want My Soul«

Spoon

Halbwertszeiten werden kürzer. Die Aufmerksamkeitsspanne schrumpft. »Popkultur, du schnelllebiges Stück«, schimpfen die Alten, während aus den sozialen Netzwerken ein freshes »Yolo!« erschallt. Und dann sind da Spoon.
Geschrieben am

Diese Band ist der beste Beweis dafür, dass man auch in den ausgehenden 2000ern in aller Ruhe und in folgerichtigen Schritten eine Karriere entwickeln kann. Seit knapp 20 Jahren im Spiel, gelang den Texanern 2007 mit »Ga Ga Ga Ga Ga« der Einstieg in die US-Alben-Top10 und mit dem Folgewerk »Transference« sogar Platz 4. Ihre Lieder finden seither Verwendung in der kunterbunten Vermarktungsmaschine von Hollywood bis Video-Games und dürften so die Miete endgültig sichern.

 

2010 gönnte sich die Band dann mitten im Höhenflug eine Pause auf unbestimmte Zeit. Neue musikalische Projekte wurden verfolgt, Bassist Rob Pope eröffnete eine Bar und Schlagzeuger Jim Eno arbeitete als Produzent unter anderem für !!!. Jetzt sind sie zurück und klingen auf »They Want My Soul« exakt so, wie man erwartet hatte. Dieser Indie Rock hat Groove ohne Ende, kennt den Blues, versteht es aber auch, mit charmanten Texten und tanzbaren Melodien zu trösten. Die zehn Stücke sind unverkennbar Spoon, vom schunkeligen Opener »Rent I Pay«, über das unterschwellig bedrohliche »Rainy Taxi« bis zur Sommerbrise von »Do You«. Stagnation auf höchstem Niveau nennt man sowas wohl.

 

In drei Worten: Klingt / wie / Spoon