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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

So war’s: Ein Secret Gig und der Headliner der Herzen

Splash! 2014

Am Wochenende war mehr los, als nur Fußball. In Ferropolis gab’s Beats und Bässe. Hier kommen die Highlights des Splash 2014.
Geschrieben am

Antilopen Gang
So unfair es auch klingt, manche Künstler bekommen eben erst nach ihrem Tod die verdiente Aufmerksamkeit geschenkt. Genauso geht die Geschichte der Antilopen: Nachdem Jakob Wich a.k.a NMZS sich Anfang 2013 das Leben nahm und sein Album »Der Ekelhafte« posthum veröffentlicht wurde, blickte die hiesige Rap-Szene überrascht und gespannt auf die Jungs aus Düsseldorf. Das ist auch beim Splash! Am Freitag zu merken, als die Massen zum Wasser pilgern. Panik Panzer, Danger Dan und Koljah bringen die Leute innerhalb kürzester Zeit unter Kontrolle und liefern eine super Show ab.

 

K.I. Z.
Eines muss man den Headlinern des Freitags lassen: K.I.Z. fluten den Bereich vor der Mainstage wie kein anderer Act. Auf Hebebühnen erscheinen die Berliner an sämtlichen Ecken der Stage und im Übergang zwischen den ersten beiden Songs fährt neben dem Mischer im Publikum noch eine weitere Hebebühne nach oben und Mille Petrozza von Kreator spielt hoch oben ein flirrendes Gitarrensolo. »Ficki, Ficki«, nackte Angie-Porträts als Bühnenshow und DJ Craft mit einem leuchtenden Auge anstelle seines Kopfes - K.I.Z. fackeln einiges ab. Eine furiose Leistungsschau der politisch inkorrekten Krawallbrüder.

Marteria 
Man sollte im Leben immer auf sein Bauchgefühl hören oder einfach auf die Facebook-Posts seiner Lieblings-Künstler. Ein Splash! 17 ohne Marteria? Kaum vorstellbar. Auf der Running Order gibt es keine Angaben, das Management lässt alle Anfragen unkommentiert. Der einzige Hinweis ist ein Selfie von Marten im Auto am Samstag: »Ab zum Splash! Treten heute um 15 Uhr auf. Kommt rum!« Und dann ist es soweit, auf der kleinsten Bühne direkt am Stand von Sneakerfreaker und Festivalguide. Bengalos im gleißenden Rot zum Hit »Bengalischer Tiger«, kreischende Mädchen und ein Marteria, der es sichtlich genießt, einen Secret Gig in solch familiärer Runde zu spielen. »Kein Splash! ohne Marteria!«. Nein Marten, niemals!

 

Outkast

Von Prinz Pi bereits zuvor als bester Act des Tages ankündigt, treten Andre 3000 und Big Boi aka Outkast am Samstag mit leichter Verspätung auf die Bühne. Doch das Warten lohnt: Die beiden zeigen uns ihre Briefmarkensammlung der Chart-Hits. War man nach dem zehnten Song der Auffassung, es sei der letzte »Nummer Eins«-Song gespielt, hauen die beiden Koryphäen einen weiteren Hit raus – ein Best-of-Set, das immer mehr Leute anzieht bis der Platz vor der Volcano Stage bis ganz nach oben geflutet ist und die Fans am hinteren Rand noch auf Bierbänken stehen, um wenigsten einen kleinen Blick auf die Bühne zu erhaschen. So geht Headliner.

 

Angel Haze

Von der Bühne ab ins Publikum. Dann kurz die Tribüne entern, um im Anschluss wieder in der Liebe der eigenen Fans zu baden. Angel Haze zeigt am Sonntag mit fast kindlicher Naivität, dass man keine Angst vor seinen Anhängern haben muss und schon gar nicht auf dem friedliebenden Splash!. Die kleine, aber ausdrucksstarke Rapperin, wirkt auf der großen Mainstage fast verloren, bis sie ein Mikro zu fassen bekommt, um ihre Texte schneller als der eigene Schatten zu spitten. Als eine der wenigen weiblichen Rapper des Wochenendes, rockt sie eine ziemlich krasse Show.

 

Wiz Khalifa

Er sollte der Abschluss-Act des Splash! 17 werden. Ihm wurde ein Feuerwerk versprochen und die Aufmerksamkeit aller Anwesenden. Letzteres bekam der Rapper aus Pittsburgh als Stammgast des Splash! ohne Frage zu spüren. Doch bei aller Liebe zu Wiz Khalifa machen elf ziemliche tighte Boys in Brasilien ihm und den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Nachdem Wiz spontan vor Cro und ohne Feuerwerk auftreten muss, sind dann doch alle erleichtert, als der 27-jährige ohne Allüren eine Wahnsinns-Show liefert und keinen seiner Hits auslässt. Unser Headliner der Herzen.

 

Hier könnt ihr euch einige Höhepunkte des Festivals im Stream ansehen.
Ausführliche Berichterstattung natürlich wie immer auf festivalguide.de!