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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

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Spillsbury

Man hat jetzt zwei Möglichkeiten: So tun, als habe man alles schon einmal gesehen, oder zugestehen, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur drei Seiten einer Medaille sind. So tun, als ob Herr Asche und Frau Meißner die Quoten-New-Waver im eiligst etikettierten Deutsch-Pop-Quark sind (baldiges
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Man hat jetzt zwei Möglichkeiten: So tun, als habe man alles schon einmal gesehen, oder zugestehen, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur drei Seiten einer Medaille sind. So tun, als ob Herr Asche und Frau Meißner die Quoten-New-Waver im eiligst etikettierten Deutsch-Pop-Quark sind (baldiges Verfallsdatum inklusive), oder zugestehen, dass hier zwei Menschen im wütenden Stolperschritt gen Ausgang alle Regale abräumen, die einem vor allem als 80er-Synthie-Sozialisiertem etwas bedeuten mögen. Die Wahrheit liegt, wie immer im Leben, nicht in der Mitte, sondern exakt bei einem dieser Punkte. „Ich finde den Puls der Zeit ja dufte“, merkte jüngst der viel diskutierte Jeansjacken-Philosoph Kai „Crack“ Lotze an, dessen musiktheoretischen Pamphlete sich auf einen einfachen Nenner bringen lassen: „Es kickt, oder es kickt nicht.“ Diese Magie des „Pulses der Zeit“ bricht sich ihre Bahn, auch und gerade bei Spillsbury, durch den (Live-) Kick, das Beschleunigen des Augenblicks. Und natürlich durch Worte und Sätze, die sich ans Ufer retten. Wenn man Glück hat. Und neben vielen durch die Hände rinnenden Slogans bleibt auf „2“ vor allem eines: mit „Zwei Von Vielen“ neben Florian Glässings „Dieser Tag Ist Kein Traum“ und „Herz Bricht“ von Quarks der drittgroßartigste deutschsprachige Post-Verlassenwerden-Song. Hätte man mehr erwarten können? Ist das nicht genug?