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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»IV«

Spidergawd

Nach dem extrem eingängigen Schweinerock-Brocken »III« machen es Spidergawd dem Hörer auf »IV« nicht mehr ganz so leicht, sie abgöttisch zu lieben – was nicht unbedingt an der Hinwendung zum Metal der 1980er liegt.
Geschrieben am
Spidergawds stilistische Ausflüge machen mächtig Spaß, so gekonnt, wie die Norweger klassische New-Wave-of-British-Heavy-Metal-Riffs à la Judas Priest oder Saxon mit ihrem erdigen 1970er-Psychedelic-Stoner-Sound verknüpfen – zum Beispiel in »I Am The Night« oder »Stranglehold«. Zu oft scheinen Per Borten und seinen drei Kollegen nach dem epochalen Vorgänger aber die Ideen ausgegangen zu sein: Der Doom-Metal-Opener »Is This Love ...?« groovt halbgar vor sich hin, von dem Uptempo-Rocker »What You Have Become« bleibt nicht viel im Gedächtnis hängen, und die Sabbath-Walze »The Inevitable« hat gute Ansätze, versandet aber schließlich im Mittelmaß. Bislang haben es Spidergawd trotz der hohen Veröffentlichungsfrequenz von einem Album pro Jahr stets geschafft, sich von Album zu Album immer wieder selbst zu übertreffen, und mit »III« ein Meisterwerk hingelegt, das trotz seiner enormen Vielfalt stimmig, kompakt und zugänglich ist. Auf »IV« versammelt die Band zwar haufenweise gute Ideen, schafft es aber zu selten, daraus auch gute Songs zu machen. Insgesamt immer noch ein okayes Album, angesichts des Vorgängers aber eine Enttäuschung.

Spidergawd

Spidergawd IV

Release: 24.02.2017

℗ 2017 Crispin Glover Records