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King Animal

Soundgarden

Wo andere Mitt-Achtziger-Bands mit ähnlich epochalem Einfluss und rockistischer Präpotenz 2013 im zweistelligen Albenbereich angelangt sind, haben Soundgarden immer auch über Verknappung funktioniert.
Geschrieben am

»King Animal« ist daher gerade mal das sechste Album der Band aus Seattle. Okay, ein Jahrzehnt der Auflösung hat die Diskografie natürlich ins Stocken gebracht.

Umso erstaunlicher, dass es dem Rockgiganten teilweise noch so mitreißend gelingt, in bekannter Manier die Fäuste zu ballen und trotzdem nicht auffallend abgehängt oder needy zu klingen. Nein, die vornehmliche Message, die ankommt, ist tatsächlich: Bock! Soundgarden machen das, was sie am besten können – und was man Sänger Chris Cornell nach unter anderem seinem verkorksten Ausflug zum James-Bond-Theme-Chanteur (»You Know My Name« für »Casino Royale«) kaum noch zutraute: Soundgarden machen Rock. In seinem zutiefst reaktionären wie freiheitlichen Urverständnis. Und »Ur« ist ohnehin der Schlüssel zu dieser Platte. Urgesteine, Urväter, Urviecher ... Denn so sehr es beeindruckt, dass eben nicht nur auf der alten Zeit rumgefrickelt wurde, so überzeugend findet man dann gerade doch die Passagen und Stücke, wo genau das geschieht. Schizophren? Klar. Aber war guter Comeback-Rock jemals etwas anderes?

In drei Worten: Rock / Comeback / Rock