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Ghost Tropic

Songs:Ohia

Ganz in Schwarz empfängt uns das neue Werk Jason Molinas. Und genau, wie er von Veröffentlichung zu Veröffentlichung seiner Band Songs:Ohia die Farbtiefe des Artworks zu verringern scheint, so minimiert er sich auch in seinen musikalischen Ausdrucksmitteln. „Ghost Tropic“ ist der bis dato reduzierte
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Autor: intro.de

Ganz in Schwarz empfängt uns das neue Werk Jason Molinas. Und genau, wie er von Veröffentlichung zu Veröffentlichung seiner Band Songs:Ohia die Farbtiefe des Artworks zu verringern scheint, so minimiert er sich auch in seinen musikalischen Ausdrucksmitteln. „Ghost Tropic“ ist der bis dato reduzierteste Langspieler der Gruppe, in der größten Nähe des Kerns von dem, was die Musik von Songs:Ohia will und kann. Den Pausen zwischen den Tönen wird noch mehr Gewicht eingeräumt, jede Silbe des gesungenen Wortes klingt nach der allumfassenden Verzweiflung, für die diese Band geliebt wird, und trotzdem haben wir es mit Liedern zu tun. Lieder, die nicht aufgesetzt oder pathetisch klingen und auch mit Längen von über zehn Minuten noch zu kurz scheinen. Beeindruckend, dass so ruhige Musik so laut dargeboten werden kann. Ich weiß leider weder, ob Jason noch immer seine auf vier Saiten beschränkte Gitarre spielt, noch, ob auch die Songs dieser Platte wieder auf Tour entstanden sind, in der Nacht, auf der verwaisten Bühne, lange nachdem die letzten Freibiergesichter den Club verlassen haben, doch spätestens nach dem Auflegen von „Ghost Tropic“ treten solche Überlegungen glücklicherweise an den Ort, an den sie gehören - in den Hintergrund.