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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Ohrwürmer mit Kylie Minogue, Metronomy und Lorde

Songs of »La La Shoop Lu Dudu Duba Dop Lau«

Nein, wir haben nicht beim Texten den Verstand verloren. In dieser Top 7 widmen wir uns einem Phänomen, das so alt ist wie die Musik selbst: Füllwörter beziehungsweise -silben – oder wie sonst könnte man »La«, »Na«, »Doop« und »Shoop« bezeichnen. Wir entschuldigen uns schon jetzt für die kommenden unangenehmen Endlosohrwürmer.
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01 Kylie Minogue »I Just Can’t Get You Out Of My Head« (La la la la la la la la)
Ganze 128 Mal singt, haucht, säuselt Kylie Minogue dieses »La« in ihrem Hit aus dem Jahr 2001. Damit macht sie einen kirre und selig zugleich – was wiederum passt, wenn man bedenkt, dass der Song die Obsession für ihren Liebsten thematisiert. Und mit dieser Info wiederum fühlt man sich im Idealfall, als wolle man mit einem »La La« in Endlosschleife durch ein Meer von rosa Wolken reiten.
02 Metronomy »I’m Aquarius« (Shoop doop doop aaah)
Selbst Intro-Coveracts schrecken nicht vor dem Einsatz von Gaga-Füllsilben zurück. Metronomy waren jedoch in der Auswahl äußerst kreativ und entschieden sich für ein laszives »Shoop Doop Doop Aaah« im Refrain. Und obwohl es außerhalb des Songs auch eine grenzdebile Waschmittelwerbung im Radio beschallen könnte, macht es sich an dieser Stelle ganz gut.
03 Suzanne Vega »Tom’s Diner« (Du du dudu du dududu)
Die amerikanische Songwriterin hat »Tom’s Diner« ursprünglich als A-cappella-Stück geschrieben und 1987 veröffentlicht. Schon damals bohrte sich das irgendwie melancholisch anmutende »Du du dudu du dududu« ins Hirn, was durch den Remix von DNA Disciples im Jahr 1990 noch einmal verstärkt wurde. Fun Fact: Der MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg testete sein Verfahren zuerst an der A-cappella-Version des Songs.
04 Hanson »MMMBop« (Mmmbop ba duba dop ba)
Für viele waren sie das Guilty Pleasure oder der Kindheits-Crush der späten Neunziger: Isaac, Taylor und Zac Hanson, die sweeten Langhaargeschwister, gerüchteweise geklont aus den Genen diverser Mickey-Mouse-Club-Stars und Lassie. »MMMBop« war 1997 ihr größter Hit und hat sich ganz gut gehalten – jedenfalls, wenn man bedenkt, was YouTube-Bibi mit ähnlichen Silben auf ihrer ersten Single angerichtet hat.
05 Lorde »Liabiltiy« (E-a-na-na-na)
Eine wundervolle Pianoballade. Grandios gesungen. Deep getextet. Wenn da nicht ... Tja, wenn da nicht dieser eine Part wäre, der eine Krankheit der aktuellen Popwelt entlarvt. Dieses: »Scheiß drauf, wenn du gerade die Lines deines Lebens geschrieben hast – wenn dir nix einfällt, pack Quatsch dazwischen!« Anders lässt sich dieser lyrische Murks jedenfalls nicht erklären: »I understand, I’m a liability / Get you wild, make you leave / I’m a little much for / E-a-na-na-na, everyone.« E-a-na-na-nö.
06 Crystal Waters »Gypsy Woman« (La da di la de lau)
Der House-Hit, der auf keinem 90s-Sampler fehlen darf, war die erste und zugleich erfolgreichste Single der amerikanischen Sängerin. Und selbst wenn vor allem dieses gelallte »Lau« gehörig auf die Nerven geht, muss man Crystal Waters zugestehen, dass sie als eine der wenigen versucht hat, soziale Realität in einen Dance-Song zu packen. »She’s just like you and me / But she’s homeless, she’s homeless / As she stands there singing for money« – das hätte auch Billy Bragg schreiben können.
07 Rancid »The Way I Feel« (Na na na, Na na na)
Immer schon groß, wenn es um »Sha’s«, »La’s«, »Na’s« (und »Oi’s«) geht: Punkrock. Hier könnte man noch Dutzende Beispiele finden, wir haben uns für einen Rancid-Klassiker vom 1995er-Album »... And Out Come The Wolves« entschieden. Da wird, um den Refrain noch ein wenig auszuwalzen, einfach munter gena-na-na-na-t. Seine ganze Schönheit und Sinnhaftigkeit entfaltet so etwas natürlich bei einer Live-Show: Hier kann man auf diese Weise so ziemlich jeden Circle-Pit in die Unendlichkeit rennen lassen.